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NASA: Fischfleisch im Labor gezüchtet Seit Jahren beschäftigt die Weltraumforschung das Problem, wie man Astronauten während längerer space flights mit ausreichend Protein versorgen könne, ohne dabei Schlachttiere mitführen zu müssen. Die Lagerung der Tiere wäre zu kostspielig, das Töten zu unhygienisch. Fleisch mitzuführen bereitet Schwierigkeiten hinsichtlich der Lagerung und verlangt nach zusätzlichem Treibstoff; fällt also als unökonomisch aus. Vergangenes Jahr war es deutschen Forschern gelungen, eine künstliche Umgebung herzustellen, um Fische als Nahrungsreservoir in den Weltraum mitzunehmen. Mit NASA*-Fördergeldern machte sich das Team um den Bio-Ingenieur Morris Benjaminson daran, Fleisch genauer gesagt Fischfleisch im Reagenzglas zu züchten. Am 22. März berichtete der Nachrichtensender CNN von den ersten Ergebnissen dieses Projekts. Benjaminson ließ das Muskelfleisch großer Goldfische in Scheiben schneiden und in Behälter mit nährstoffreicher Flüssigkeit einlegen. In dieser Matrix wurden die fish nuggets innerhalb einer Woche um 16% größer. Die derzeit verwendete Nährlösung ist ein Serum von Rinderföten, das aus dem Blut ungeborener Kälber extrahiert wird. Aufgrund der BSE-Angst forscht Benjaminson nach einem appetitlicheren Serum weiter, in dem Stücke von Fisch, Huhn oder Rind wachsen sollen. Der Versuch, ein Pilzextrakt zu verwenden, scheiterte daran, daß die Fleischklumpen zwar eine Zeit lang frisch blieben, aber nicht an Masse zulegten. Bei einer Vorführung vor seinen Kollegen am New Yorker Touro College präsentierte Benjaminson seine Fischklumpen in Olivenöl, Knoblauch, Zitrone und Pfeffer abgebraten. Seine Mitarbeiter bestätigten, daß der Fisch tatsächlich wie ein echter aussehe und rieche, kosten wollte allerdings niemand. Benjaminson ließ sich nicht abschrecken und meinte, abwechslungsreicher und gaumenfreundlicher als die derzeit verwendete Tubennahrung für Astronauten wäre seine Kreation allemal. Voller Zuversicht ergänzte er: Das [Anm. seine Erfindung] kann uns davor bewahren, Tiere zur Nahrungsgewinnung zu schlachten. Quelle: frei nach Richard Senger, CNN.com , 22.März 2002. Anm. CANIS: Ganz unkommentiert kann die Erfindung nicht gelassen werden, schließlich ändert sich am Prinzip der Tierausbeutung wieder nichts, solange Goldfische in Scheiben geschnitten und Rinderföten angezapft werden. *
NASA (National Aeronautics and Space Administration): Nationale
Luft- und Raumfahrtbehörde der USA
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