|
|
||
|
Anti-Morini-Demo: Polizeiprügel für TierrechtlerInnen Morini ist ein italienischer Familienbetrieb, der sich darauf spezialisiert hat, Beagles, Nager sowie andere Tiere zu züchten und an Tierversuchseinrichtungen zu verkaufen. Tierquälerische, nicht selten letale Geschäftemacherei auf Kosten von Lebewesen! Seit 2002 führen TierrechtlerInnen die Kampagne "Chiudere Morini" ("Morini schließen"). Wir berichteten unter: http://www.canis.info/projekte/morini.htm Am 20. November fand in San Polo d'Enza eine internationale Demonstration gegen Morini statt, an der AktivistInnen aus Italien, Österreich, Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Spanien teilnahmen - insgesamt über 1.000 Personen. Nachdem die Demonstration vorerst friedlich verlaufen war, kam es zur Eskalation, als Polizeieinheiten die TierrechtlerInnen von drei Seiten einzukesseln versuchten. Mit Einsetzen der Dunkelheit ging es los. Zuerst drehten die Polizisten Scheinwerfer auf, um die DemonstrantInnen zu blenden, dann stürmte der uniformierte Cordon los. Mit offensichtlicher Freude an der Brutalität sausten die Schlagstöcke wahllos nieder. Auch bereits am Boden liegende Personen wurden traktiert, wobei es nur eine Verhaftung gab. Scheinbar war es Ziel, die TierversuchsgegnerInnen primär physisch einzuschüchtern. Vielen AktivistInnen gelang die Flucht durch Gärten und über Zäune in eine nahe gelegene Wiese. Am Ende des Abends gab es dennoch eine Vielzahl von Personen mit blutenden Kopfwunden, Prellungen und auch Handbrüchen. Selbst als die DemonstrationsteilnehmerInnen ohne jegliches Aggressionsverhalten zurück zum Parkplatz marschierten, ließ die aufgestaute Gewalt der Polizei nicht nach. Mit Gummikörpergeschossen im Anschlag bzw. - in Wikingermanier - mit Schlagstöcken auf die Schilde trommelnd wurden die TierrechtlerInnen vorwärtsgetrieben. Weitere Drohgebärden und Beschimpfungen á la "Bastardi" begleiteten den Auftritt der Staatsmacht. Bereits im Vorfeld verkündeten PolitikerInnen, künftighin Demos gegen Morini untersagen zu wollen, sollte es zu Ausschreitungen kommen. Unter diesem Aspekt ist es nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich, dass die Prügelei ganz "nach Programm" verlief, um den unliebsamen Protest vor der Zivilbevölkerung als "extremistisch" zu verunglimpfen. Weitere Infos zur Kampagne unter: http://www.chiuderemorini.net Text: www.canis.info , 05.12.04
(c) Photos: www.canis.info
|
||