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Presseinformation,
Wien, 31.Oktober 2001, Tierrechtsverein CANIS wirbt für Ernährung ohne tierische ProdukteIn der Nacht vom 31.Oktober zum 1.November feierten unsere keltischen Vorfahren das Fest Samhain, eine Art Erntedank und Totengedenken in einem; ein Brauchtum, das gerade heutzutage wieder an trauriger Aktualität gewinnt. „Geerntet“ werden im Österreich der Gegenwart pro Jahr ca. 567.000 Rinder; 5,3 Millionen Schweine; 61,3 Millionen Hühner sowie 2 Millionen Truthühner (Angaben des Statistischen Zentralamtes für 2000). Zählt man die Abertausenden Tiere hinzu, die EU-weit in Folge von BSE oder MKS gekeult und verbrannt wurden, fällt das „Gedenken“ an die toten Mitgeschöpfe mehr als reichlich aus. Ein Blutzoll, der nicht sein müsste. Veganer in aller Welt verwenden den 1.November (World Vegan Day) daher als jenen Tag, an dem es gilt - symbolisch für die restlichen 364 Tage -, Alternativen aufzuzeigen, die eine Ernährung auf Kosten der Tiere obsolet machen. Der Veganismus hat in der Moderne seine Wurzeln im England des Jahres 1944, wo die Vegan Society entstand, eine politisch wie religiös unabhängige Bewegung, die einerseits eine Ernährung ohne Tierausbeutung propagiert - dies beinhaltet auch den Verzicht auf Milch, Käse oder Eier -, andererseits Alternativen für eine ausgewogene Ernährung aufzeigt. Warum keine Kuhmilch?: Dazu Marion Schönborn, CANIS: „In der Regel bekommt eine Milchkuh mit zwei Jahren ihr erstes Kalb, wobei die Befruchtung entweder durch Besamung oder Embryonentransfer geschieht. Gleich nach der Geburt werden Kuh und Kalb getrennt, um die für den Nachwuchs vorgesehene Milch für den menschlichen Verzehr abzumelken. Oft geben speziell gezüchtete Milchkuhrassen das zehnfacher jener Milchmenge, die das Kalb getrunken hätte – ein unnatürlicher Zustand. Schon bald danach wird die Kuh erneut befruchtet, um die Milchleistung zu halten. Dieses unwürdige Dasein dauert oft zehn Jahre an, ehe das ausgelaugte Tier den letzten Weg zum Schlachter geht. Weiblichen Kälbern steht dieselbe Leidensgeschichte wie ihren Müttern bevor. Stierkälber aus Milchkuhverpaarung verschwinden hingegen nach kurzer Zeit im Schlachthof, da sie für eine Fleischmast ungeeignet sind. Alles, was von ihnen erhalten bleibt, ist ihr Körperferment Lab, das als Stabilisator für manche Käsesorten dient.“ Warum keine Eier?: Mag. Alexander Willer, CANIS: „Abgesehen davon, daß der Großteil der Eier immer noch aus Legebatterien stammt, zieht letztlich auch der Verzehr von Freilandeiern Tiertötung mit sich. Sobald die Legeleistung der Hennen nach 1-2 Jahren nachlässt, werden sie umgebracht. Männliche Küken haben entweder das „Glück“ bald vergast zu werden oder landen – da wirtschaftlich wertlos – am „Kükenmuser“, einem Förderband, das sie bei lebendigem Leib zu einem Rohmaterial zermanscht, welches Heimtierfutter beigemengt wird.“ Der Tierrechtsverein CANIS plädiert daher für einen abwechslungsreichen veganen Speiseplan, bestehend aus: Vollkorn- und Getreideprodukten, Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen), Obst und Gemüse sowie Nüssen. Mit dem hartnäckigen Gerücht, vegane Kost führe zu Eiweißmangel, machte bereits die American Dietetic Association in einer Stellungnahme Schluß: „Es wurde gezeigt, daß Sojaeiweiß dem Eiweiß tierischen Ursprungs ernährungsphysiologisch gleichwertig ist und als alleinige Quelle der Eiweißzufuhr dienen kann...“ Ein „gesunder“ Grund mehr, am 1.November Erntedank ohne Tierleid zu halten.... Weitere Informationen: CANIS: 0676/9469269 bzw. info@canis.at
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