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Presse/Medien |
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Presseinformation,
Wien, 11. August 2004
“Hundemord
Ist Keine Olympische Disziplin” Unter
diesem Motto veranstaltet der Tierrechtsverein CANIS gemeinsam mit dem
Verein gegen Tierfabriken (VgT) – einen Tag vor der Eröffnung der
Olympischen Spiele von Athen – morgen Donnerstag, 11.00
Uhr bis 12.30 Uhr, vis-a-vis der Botschaft der
Griechischen Republik, Argentinierstrasse 14, 1040 Wien, eine
Protestkundgebung. Unterstützt wird der Protest auch vom Wiener
Tierschutzverein (WTV) bzw. vom Internationalen Bund der
Tierversuchsgegner (IBT). Die
Tierrechts- und TierschutzaktivistInnen bringen damit ihre strikte
Ablehnung gegenüber dem Vorgehen der Stadt Athen zum Ausdruck. Um die
Strassen der Olympiastadt – und damit das Image von ganz Griechenland
der Weltöffentlichkeit als „sauber“ zu präsentieren, werden
bereits seit Januar 2003 regelmäßig Streunerhunde getötet. Gängigste
„Säuberungsart“ ist das Auslegen von Giftködern. Die
Stadtverwaltung von Athen stellt vehement in Abrede, damit etwas zu tun
zu haben. Griechische Tierschutzorganisationen schenken den
Unschuldsbeteuerungen der Behörden allerdings wenig Glauben. Ein Indiz
für die Involvierung der Stadt: Nur kurz nach dem Auslegen der Köder,
erscheinen Müllentsorgungstrupps, um die Kadaver möglichst rasch
verschwinden zu lassen. Aktivistin Marianna Polychroniadu spricht
alleine für das Jahr 2003 von etwa 3.000 getöteten Hunden. Sowohl
das Olympische Organisationskomitee ATHOC als auch Bürgermeisterin Dora
Bakoyanni widersprechen dem. Die Streunerhunde werden lediglich für
einen Zeitraum von 45 Tagen in einem eigens errichteten Animal Shelter
weggesperrt und danach wieder an Ort und Stelle, sterilisiert und
gekennzeichnet, freigelassen. Offiziell wird die Anzahl der Streuner in
der Viermillionen-Metropole Athen mit „höchstens 5.000“ beziffert.
Die tatsächliche Zahl dürfte bei 15.000 Hunden gelegen sein. Das
griechische Landwirtschaftsministerium betont, 4 Millionen Euro für die Streuner
zur Verfügung gestellt zu haben. Mag.
Alexander Willer, CANIS: „Unserer Ansicht nach sind die Aussagen
von offizieller griechischer Seite Schönfärberei. Tatsache ist, dass
die streunenden Hunde fast gänzlich aus dem Straßenbild Athens
verschwunden sind. Weder der stadteigene Zwinger, noch die drei privaten
Shelters haben Personal und Kapazität, Tausende Streuner aufzunehmen.
Es stellt sich die Frage: Wo sind die Hunde hingekommen? Von anderen Ländern
der Region wissen wir aus trauriger Erfahrung, dass es durchaus Usus
ist, herrenlose Tiere im Vorfeld von internationalen Veranstaltungen
durch großangelegte Aktionen zu töten.“ Internationale
Tierschutzorganisationen wie die britische RSPCA sprechen im Hinblick
auf die Streunertötungen unumwunden von „barbarischen Kurzzeitlösungen“.
Mitglieder des kanadischen Olympiateams forderten das olympische Komitee
ihres Landes zum Protest gegen diese „Krankheit der Gesellschaft“
auf. Weitere Informationen: TRV CANIS, Mag. Alexander Willer, 0676/ 94 69 269
vgl.
unseren Bericht: "Die Olympischen Spiele und ihre Opfer": http://www.canis.info/hund/olympische_spiele.htm
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