Presse/Medien


Tierschutz im Parlament

Ein Leser schrieb der "Krone", Madeleine Petrovic hätte ein "verdrehtes Rechtsempfinden", da sie ihre acht Wochen alte Chihuahua-Hündin vorübergehend ins Parlament mitnimmt; und das, obwohl Tiere im Hohen Haus verboten sind. Nun, Frau Petrovic beweist meines Erachtens Herz und Zivilcourage, die Hausordnung des Parlaments ist schließlich nicht sakrosankt. Was mich als Bürger wirklich stört, ist die Tatsache, daß das Parlament die Anliegen des Tierschutzvolksbegehrens von 1996 immer noch auf die lange Bank schiebt. Das ist der wahre Skandal! Wo ist das Bundestierschutzgesetz, das 460.000 ÖsterreicherInnen einforderten? Wo blieb die Tieranwaltschaft? Wann wird dem Willen des Volkes als Souverän endlich Folge geleistet? Es scheint so, als kümmern sich viele im Hohen Haus nur um die "hohen Tiere", nicht aber die tatsächlichen.

Mag. Alexander Willer, 1060 Wien

Q: Leserbrief in der "Kronen Zeitung" vom 17.4.2002

 

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