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Solidarität mit den
Dineh in Arizona Nach
Zwangsumsiedlung droht Umweltzerstörung Der
1.Februar 2000 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Volkes
der Dineh. Ab diesem Zeitpunkt droht dieser Indianernation die
zwangsweise Umsiedelung durch die US-Regierung, um großen
Energiekonzernen den Abbau der gewaltigen Vorkommen von Bodenschätzen
im Stammesland zu ermöglichen. Damit werden nicht nur die Grundrechte
der Dineh aufs schärfste verletzt, sondern ein weiteres ökologisches
Desaster mit verheerenden Folgen für Fauna und Flora droht seinen
Anfang zu nehmen. Der Tierschutzverein CANIS ruft zu internationalen
Protesten gegenüber der geplanten Vertreibung auf. Arizona,
USA: Seit vielen Jahren führen Energiebetriebe, allen voran die Peabody
Western Coal Company, eine Kampagne zur Vertreibung des Volkes der Dineh
aus seinem traditionellen Stammesland. Von den 1970ern bis heute wurden
mehr als 14.000 Mitglieder dieser Nation mit mehr oder weniger Druck in
die umliegenden Städte "relocated", umgesiedelt. Von diesen
Vertriebenen starben innerhalb der ersten sechs Jahre 25% infolge von
Krankheiten und Armut. Nun soll das inhumane Werk zu Ende geführt
werden. Die
US-Regierung, allen voran der republikanische Präsidentschaftskandidat
Senator John McCain, befürworten die Relokation mit dem Argument der
Gewinnung unermeßlicher Bodenschätze. Im Land der Dineh werden die größten
Vorkommnisse ganz Nordamerikas an Kohle, Öl und Uran vermutet. Uran
wird in diesem Gebiet bereits seit mehr als zwanzig Jahren gefördert.
Viele Uranminen liegen völlig offen und verseuchen Boden und
Grundwasser. Krebs, genetische Schäden sowie Vernichtung vieler
Pflanzen- und Tierarten waren die verheerende Folge. Der
Ältestenrat der Dineh hat geschworen, das ihm heilige Land niemals zu
verlassen. Und auch die berühmte Umweltaktivistin, Julia Hill, die zwei
Jahre lang in der Krone eines Redwoodbaumes lebte, um gegen den
Kahlschlag der Wälder zu demonstrieren, sagte die Unterstützung ihrer
Organisation zu. Mag.
Alexander Willer, CANIS: "Den
Dineh kann nur durch internationale Solidarität geholfen werden, die
den Verantwortlichen der US-Regierungsstellen klar macht, daß eine
Vertreibungspolitik á la General Custer nicht mehr mit der modernen
Vorstellung von Menschenrechten vereinbar ist. Ziel ist es, das
Stammesgebiet als nationales Kulturgut der USA deklarieren zu lassen,
somit wäre auch der ökologischen Ausbeutung ein Riegel vorgeschoben."
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