Presse/Medien


 

Am 26. April 2001 zeichnete der österreichische Privatsender ATV im Rahmen seiner Show TALK TO ME den II. Teil der Diskussion zum Thema "Kampfhunde: Mörder auf vier Pfoten?" auf (Sendetermin: 9.Mai, 17.30).

Zentrales Thema war auch diesmal wieder der tragische Tod eines dreijährigen Jungen, der vor über zehn Jahren durch Hundebisse starb. Leider war aber - wie schon im ersten Teil - auch im zweiten die Moderation unobjektiv und einseitig. Anstatt den wahren Problemen auf den Grund zu gehen (fehlende Sozialisierung, falsche Erziehung oder Haltung bzw. illegale Importe), wurden einige Rassen a priori als "Kampfhunde" verteufelt. Wobei die Hundegegner offen zugaben, daß sie gar nicht genau wüßten, was denn nun "Kampfhunde" überhaupt wären. Laut einer Dame wäre dies aber gar nicht nötig. Alleine das Bedrohungspotential bestimmter Rassen wäre ihrer Ansicht nach ausreichend, um diese zu verbieten.

Mag. Willer von CANIS entgegnete dem, daß in Österreich immer noch der Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung gelte - und daß es daher diesem zuwiderlaufen würde, Rassen nur auf ein Bedrohungsgefühl hin zu verbieten. Außerdem forderte er von Susanne Jerusalem, Abgeordnete der Wiener Grünen, seriöse Züchter von schwarzen Schafen klar zu trennen. Frau Jerusalem sprach davon, daß "Züchter, die Hunde zur Aggression ausbilden".

Dieser Pauschalisierung widersprach auch Christian Polster, Obmann der Partei der Hundefreunde Österreichs (PHÖ), ganz klar. Des weiteren führte er deutlich aus, daß "Kampfhund" ein "Beruf" wäre und nicht eine Rasse. "Kampfhunde" sind demnach Hunde, die gezielt zu Kämpfen gezwungen werden. Polster sagte klar und deutlich, daß demzufolge nicht jeder Pitbull automatisch ein "Kampfhund" sei. Der PHÖ-Obmann erörterte weiter, daß auch der Fila Brasileiro und Mastino Napoletano keine "Kampfhunde" wären. 

 

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