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Stimulation der präfrontalen Kortex nimmt Ratten die Angst Derzeit sollen alleine in den USA an die fünf Millionen Menschen an Posttraumatischem Stress Disorder (PTSD) leiden. Das ist ein psychischer Notzustand, der nach dem Beobachten oder Durchleiden traumatischer Geschehnisse eintritt. Angstzustände, Alpträume oder das wiederholte Durchleben der für die Krankheit auslösenden Ereignisse sind immer wieder auftretende Symptome. Aktualität gewann die Problematik durch die Anschläge vom 9.September 2001 bzw. durch den Sniper von Washington, D.C. (Oktober 2002). Gregory Quirk und Mohammed Milad von der Ponce School für Medizin auf Puerto Rico hatten es sich zur Aufgabe gestellt, herauszufinden, welche Gehirnregionen zum Auslösen von PTSD nötig sind. Dafür wählten sie den Tierversuch: Ratten erhielten simultan zu einem 30 Sekunden andauernden Ton einen leichten Elektroschock; solange bis die Nager Schmerz und Sound miteinander in Verbindung stellten; was sehr rasch geschah. Sobald der Ton einsetzte, erstarrten die Tiere vor Angst. In einer späteren Versuchsserie spielten die Experimentatoren nur mehr das Geräusch ab, ohne einen Elektroschock mitzuschicken. Und wieder hatten die Ratten schnell heraus, daß es nun mehr keinen Grund zum Erschrecken gab. Aber welche Gehirnregion ist für diese Erkenntnis zuständig? Wie im Wissenschaftsjournal Nature zu lesen stand, sind Nervenzellen in der präfrontalen Kortex für die Entwarnung zuständig. Quirk und Milad verabreichten den Ratten erneut eine gleichzeitige Dosis an Strom und Ton. Doch diesmal stimulierten sie die präfrontale Kortex mit, was zur Folge hatte, daß die Tiere nicht erstarrten, sondern normal weiteragierten. Damit bewiesen sie, daß es möglich ist, Kreislauf der Angst zu unterbrechen. David Vlahov, Stressforscher an der New Yorker Akademie für Medizin, drängt, dringend eine Technologie zu entwickeln, die es ermöglicht, auch die präfontale Kortexregion der vom 9/11-Terror traumatisierten Menschen zu stimulieren. Das heißt, eine Reihe weiterer schmerzlicher Tierversuche stehen an. Und wieder mal ist die Unschuld in dem Fall das Tier das erste Opfer des Krieges ... Text:
A. Willer/CANIS Q: http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/usatoday/20021107/ts_usatoday/4600554
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