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Bericht
über den Vortrag des Vivisektors Prof. Dr. Udo LOSERT
im
Rahmen des Bioethik-Symposiums an der Universität Wien am
29.November 2002 Prof. Losert bekundete sein Interesse, mit TierschützerInnen wie auch (moderaten) TierrechtlerInnen in Dialog zu treten und beklagte, daß er bereits Opfer einer home demo war, bei der sein PKW und seine Hauswand mit rotem Lack angeschüttet wurde. Zudem stand die Parole Tiermörder zu lesen. (Dabei ließ er unerwähnt, daß die home demo von der Polizei genehmigt war und friedlich verlief; die Sachbeschädigungen also nicht im Zusammenhang mit der Demonstration standen) Er stellte gleich eingangs außer Frage, daß es legitim wäre, Tiere zum Nutzen der Menschen prinzipiell zu töten. Über diesen Punkt gäbe es keine Diskussion. Allerdings läge ihm persönlich sehr daran, daß Tiere in Tierversuchsanlagen human und artgerecht behandelt würden, schließlich ließen sich ja auch nur mit gesunden Tieren gute Forschungsergebnisse erzielen. (Trevor Poole: Happy animals make good science.). Des weiteren verwies er auf die Wr. Stadträtin Dr. Pittermann, die in ihrer Rede zum Symposium gesagt haben soll: Die Forschung lasse sich weder von religiösen noch von anderen Randgruppen vorschreiben, wie sie auszusehen habe. Dr. Losert erörterte kurz das legistische Procedere nach dem TV genehmigt würden: Alle akademischen Experimente werden vom BM für Wissenschaft und Forschung (BMfWF) genehmigt; der außeruniversitäre Teil braucht in 1.Instanz die Zustimmung des jeweiligen Landeshauptmanns bzw. in 2.Instanz die des BMfWF. Dann wies er darauf hin, daß auch sogenannte Alternativmethoden immer noch an Tieren getestet würden. Hierzu Beispiele:
Prof. Losert fragte die Tierrechtler, ob es ethisch vertretbar wäre, Menschen mit dem Hinweis auf die ihrer Ansicht nach nichtethischen Tierversuche Hilfe zu verweigern. Er brachte zwei Beispiele:
Abschließend verwies Prof. Losert nochmals auf die guten Haltungsbedingungen von Versuchstieren an seinem Institut. Er zeigte u.a. ein von mehreren Assistentinnen betreutes Schwein oder das Bild einer sog. SCID-Maus. Diese Nager sind eine spezielle Züchtung, die absolut steril gehalten werden muß, da die Tiere praktisch über kein intaktes Immunsystem verfügen (Welch Zynismus!) Losert bekannte sich auch zu den drei Rs, die bereits 1959 von Russell und Burch formuliert wurden (UFAW: Universities Federation of Animal Welfare) 1. replace: TV sukzessive ersetzen 2. reduce: TV reduzieren 3. refine: TV verfeinern, um dadurch weniger Versuchstiere zu benötigen Zum Abschluß lud Losert TierschützerInnen und TierrechtlerInnen ein, sein Institut bei einer Sonderführung zu begutachten. Mehr dazu nach der Führung, deren Termin noch nicht feststeht.
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