Tierversuche und Lebensmittelzusätze

Lebensmittelzusatzstoffe werden in verschiedene Klassen aufgeteilt: Farbstoffe, Verdickungsmittel, Emulgatoren, Antioxidantien, Stabilisatoren, Säuerungsmittel, künstliche Süßstoffe, Konservierungsmittel usw. All diese Zusatzstoffe müssen auf der Verpackung des betreffenden Lebensmittels angeführt sein. Die für alle EU-Staaten einheitlichen sogenannten E-Nummern geben Auskunft über Art und Namen des Zusatzstoffes. Allerdings ist es für den Konsumenten nicht leicht ersichtlich, was hinter der jeweiligen E-Nummer für eine Substanz verborgen ist. Noch weit weniger bekannt im öffentlichen Bewußtsein ist die Tatsache, daß alle Lebensmittelzusatzstoffe im Tierversuch getestet werden müssen, ehe sie in den Handel gelangen.

Diese Versuche bedeuten für Tausende Tiere Leid, Schmerz und einen qualvollen Tod. Das Absurde dabei ist, selbst wenn diese Experimente bei Tieren gesundheitliche Schäden verursachen, bedeutet dies noch nicht, daß der getestete Zusatzstoff NICHT in Umlauf kommt. Die folgende - vom Internationalen Bund der Tierversuchsgegner (IBT) zur Verfügung gestellte Tabelle gibt Auskunft über Tierversuche, die hinter den E-Nummern stecken.

 
E-Nummer Name enthalten im Lebensmittel Mögliche Nebenwirkungen
E 127 Erythrosin Farbstoff in Konservenfrüchten oder Kunstspeiseeis Allergien, Hyperaktivität bei Kindern; Schilddrüsentumore im Tierversuch
E 129 Allurarot AC Farbstoff im Bittersoda Hyperaktivität im Tierversuch
E 154 Braun FK Farbstoff im Räucherhering "Kippers" Schädigung von Herz und Leber im Tierversuch; gleichzeitig wurden fast alle Organe mit einem unbekannten Stoffwechselprodukt von E 154 gefärbt.
E 180 Rubinpigment Farbstoff bei Wachsüberzügen; z.B. bei Käse Langzeitstudien ergaben erhöhte Sterblichkeit bei Mäusen und Ratten; Nebenwirkungen auf Milz, Nieren und Schilddrüse
E 230 Biphenyl Konservierungsstoff für Schalen von Zitrusfrüchten Verminderung von Fruchtbarkeit und Wachstum bei Ratten
E 233 Thiabendazol Konservierungsstoff für Schalen von Zitrusfrüchten und Bananen Nierenschäden und Mißbildungen bei Mäusen; in Kombination mit E 232 Blasenkrebs im Tierversuch
E 280 Propionsäure Konservierungsmittel bei abgepacktem und geschnittenem Brot Verdacht auf Vormagenkrebs bei Ratten
E 407 Carrageen Dickungs- und Geliermittel in alkoholischen Getränken; in Biskuits, Desserts, Milchshakes oder in der Babynahrung Entzündungen und Geschwüre im Darm von Meerschweinchen und Ratten; in größeren Mengen abführende Wirkung; führt zu Veränderungen des Immunsystems
E 412 Guarkernmehl Fertigsalate und -saucen, Glasierungen, Fruchtsäfte, Milchshakes Kann Verunreinigungen enthalten, die im Tierversuch zu Wachstumsstörungen führten.
E 415 Xanthan Fertigsalate, Dessertaufgüsse, Dressing für Schalentierspeisen In hohen Dosen abführend
E 954 Saccharin Süßwaren, Kaugummi, Diätwaren, Süßstoff in nichtalkoholischen Getränken Löste im Tierversuch Blasenkrebs aus.

 

Damit wird deutlich, daß Tierversuche für Lebensmittel Alibifunktion haben und doppelt abzulehnen sind, da sie dem Menschen keine Sicherheit bieten und den Tieren unvorstellbare Qualen bereiten. Die Alternative lautet: Umstieg auf Nahrungsmittel, die wenige oder gar keine Zusatzstoffe beinhalten; eine gesundheitsbewußte wie ethische Lösung.

Tabelle frei nach "Transparent", 2/99 (IBT)

 

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