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Gesundschnurren? - Auf einer Wellenlänge mit der Katze
Hillsborough, US-Bundesstaat North Carolina Sitz der Firma Fauna Communications, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, Tiervokalisationen zu untersuchen. Und zwar in zweierlei Hinsicht.
Was auf den ersten Blick nach esoterischen Wunschvorstellungen aussieht, soll in der Praxis erste bemerkenswerte Erfolge erzielt haben. Mittels ausgeklügelter Computerprogramme sowie einer umfangreichen Datenbank von Tierlauten kam Fauna zum Ergebnis, daß Giraffen, Tiger oder Nashörner nicht nur für uns hörbar kommunizieren, sondern auch im infrasonischen Bereich, also außerhalb unserer akustischen Wahrnehmungsbreite. Eine Grammatik im engeren Sinne konnte allerdings noch nicht belegt werden. Zu einem erstaunlichen Ergebnis kam die Untersuchung der Katzenvokalisation. Vibrationen zwischen 20 und 140 Hz gelten gemeinhin als fördernd für Knochenwachstum, wie auch als helfend beim Rückgang von Schwellungen oder der Linderung von Schmerzen. Fauna stellte fest, daß Katzen überwiegend im Frequenzbereich 25-50 Hz schnurren; also innerhalb dieses gesunden Spektrums. Eine Erkenntnis, die Tür und Tor für neue Fragestellungen und Hypothesen öffnet. Liegt in dieser Frequenz das Geheimnis für die sprichwörtlichen neun Leben einer Katze? Denn warum schnurren Katzen nicht nur, wenn sie sich wohlig räkeln oder streicheln lassen, sondern auch, wenn sie traumatisiert sind? Bei Verletzungen? Vor dem Gebären der Katzenbabys? Beim Tierarzt? Ist dies als Stress-Symptom zu werten? Gewissermaßen eine Selbstberuhigung? Oder ist es im genetischen Programm verankert, zu schnurren, um etwa den Heilungsprozess bei Verletzungen oder Brüchen zu beschleunigen? Fauna wirft auch die Frage auf, ob diese heilenden Frequenzbereiche in der Humanmedizin gegen Osteoporose zum Tragen kommen könnten. Offiziell begründet Fauna Communications die Forschungstätigkeit damit, 1) billige und allgemein zugängliche Therapieverfahren zu ermöglichen und 2) für mehr Verständnis in der Mensch-Tier-Beziehung sorgen zu wollen. Etwa durch das Entdecken einer common language, auf deren Basis eine Kommunikation leichter ablaufen könnte. Denn, so ein Firmensprecher: der Respekt wachse, wenn Menschen Tiere als andere intelligente Spezies betrachten würden. Wie weit diese hehren Ziele wirklich der Realität entsprechen, ist schwer zu beurteilen. Ist es ein geschickter PR-Zug einer der vielen derzeit boomenden Biotech-Firmen; auf der Jagd vermarktbaren Patenten? Auch ist es noch unklar, wer die tatsächlichen Geldgeber von Fauna Communications sind. Über die genaue Art und Weise wie geforscht wird, gibt es ebenso noch Zweifel. Weiters wäre es aufschlussreich zu erfahren, wie es bei Großkatzen, z.B. Tigern oder Löwen aussieht, die nicht schnurren. Trotz der vielen Fragezeichen: Interessant ist der Ansatz aber alle Mal! Text:
A. Willer/CANIS Weitere Infos: www.ecoterra.net bzw. www.animalvoice.com
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