USA/Australien: „Maustronauten“ als Versuchssubjekte für „Marstronauten“

Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtete, ist ein 13 Millionen Pfund Sterling teures Weltraumprojekt im Anlaufen, das vorsieht, 15 Mäuse in den Erdorbit zu katapultieren, um die Auswirkungen verminderter Schwerkraft auf den Säugetierorganismus zu testen. „Ein kleiner Schritt für die Mäuse, ein großer Sprung für die Menschheit“ soll es werden. Denn schließlich stehen die „Mousetronauts“ im Dienste künftiger bemannter Marsmissionen.

2006 sollen die Mäuse an Bord eines „Falcon“-Raumgleiters – der in Kalifornien von der Firma SpaceX derzeit noch fertiggestellt wird – ins All starten. Geplant ist, die Nager fünf Wochen in der Erdumlaufbahn zu halten, geschützt in speziellen Anzügen und Kammern. Die Schwerkraft beträgt dort etwa ein Drittel jener der Erdoberfläche, ist also mit der Gravitation am Mars zu vergleichen. Die Wissenschafter fürchten, daß bei längerem Aufenthalt unter verminderter Schwerkraft Muskelschwund und Knochenschwäche auftreten. Viele Astronauten in Raumstationen litten aufgrund der Schwerelosigkeit daran. Die bisher einzigen Daten über den Einfluss verminderter Schwerkraft stammen von den Apollo-Mondmissionen. Nach den fünf Wochen Raumaufenthalt sollen die Mäuse in einer mit Fallschirmen besetzten Kapsel wieder in die Erdatmosphäre eintreten und im australischen Outback landen.

Die „Maustronauten“-Studie wird vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), gemeinsam mit der University of Washington in Seattle und der University of Brisbane (Australien) durchgeführt. Mäuse sind nicht die ersten nicht-menschlichen Säugetiere im All, die NASA beförderte bereits Schimpansen in den Orbit und die Sowjets schossen 1957 an Bord des „Sputnik 2“ die Moskowiter Straßenhündin „Laika“ in die Umlaufbahn.

Text: www.canis.info , 12.02.04, nach „The Telegraph“ vom 07.02.04

 

 

 

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