| Gefährdete
Arten
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An
Frau Bundesminister Dr.
Maria Rauch-Kallat Radetzkystraße
2 1030
Wien
Wien,
28. Juli 2006 Betreff:
Importverbot von Robbenprodukten aus Kanada
Sehr
geehrte Frau Bundesminister! Seit
Jahren setzt sich unser Verein für ein Ende der Robbenjagd in Kanada ein.
Immer wieder werden wir bei der Botschaft vorstellig bzw. kontaktieren
Medien und PolitikerInnen vor Ort. Bislang ging das Gemetzel auf dem Eis
weiter. 335.000
Robben waren für die heurige Jagdsaison zur Tötung offiziell
freigegeben; 20.000 mehr als im Vorjahr. Es ist von Tradition, der
Erhaltung von Arbeitsplätzen respektive von ökologischer Notwendigkeit
die Rede. Vor allem letzterer Punkt ist widersinnig, da nicht die Robben für
den Rückgang der Fischpopulationen im Nordwestatlantik verantwortlich
sind, sondern internationale Flotten mit kilometerlangen Treibnetzen, die
das Meer leerfischen. In
den USA ist die Einfuhr von Robbenfellen seit 1972 verboten, in der Europäischen
Union seit 1983. Allerdings gilt dies nicht für andere
Robbenprodukte, die vor allem als Allheilmittel gegen Arthritis oder
Diabetes angepriesen werden freilich ohne wissenschaftlich
stichhaltigen Beweis. Die EU-Staaten Belgien und Niederlande gingen einen
mutigen Schritt weiter und verboten auch die Einfuhr von Robbenprodukten
allgemein. Unseres Wissens überlegt auch Kroatien einen solchen Bann. Wir
appellieren dringend, dass Österreich ein Importverbot für kanadische
Robbenprodukte folgen lässt und hoffen dabei auf Ihre Unterstützung! Mit
der Bitte um ehestmögliche Antwort verbleibe ich hochachtungsvoll, Mag.
Alexander Willer
Antwort des Bundesministeriums: http://www.canis.info/panorama/robbenjagd_importverbot_02_antwort
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