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Japan/Südostasien: Das Ende der Otterbabys im Müllcontainer
Wie die japanische Zeitung Mainichi Shimbun berichtete, wurden im Jahr 2003 dreißig Fälle aus Südostasien nach Japan geschmuggelter Otter aktenkundig. Nur zehn der marderartigen Tiere überlebten den Transport im Reisehandgepäck, wie die Japan Zoo Aquarium Association festhält, jene Einrichtung, derer das Wohin der konfiszierten Schmuggeltiere obliegt. Die meisten Otter, nämlich 27, kamen über den Kansai International Airport ins Land; drei über Nagoya Airport. Nicht selten landeten jene Tiere, die den Flug nicht überlebt hatten, einfach in den Abfallcontainern des Flughafens. Drei tote Otter waren nicht älter als ein Monat und hatten noch nicht mal die Augen geöffnet. Ein schmutziges Geschäft mit Tieren, das oft über Internet abläuft und 200.000 Yen pro Otter abwirft. Sehr wahrscheinlich ist, daß die meisten Marderbabys gleich nach Geburt gewildert worden waren. Als Herkunftsländer gelten Indonesien, Singapur und Thailand. Es handelte sich um Tiere der Spezies Asian short-clawed otters bzw. smooth-coated otters, Arten, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen und einer Importbewilligung bedürfen. Die von den Behörden aufgegriffenen überlebenden Otter kamen in das Osaka Aquarium Kaiyukan bzw. in die Adventure World in Shirahama; sind also zu einem Dasein in Gefangenschaft gezwungen. Toshikazu Kinuta, Leiter vom Zoologischen Park Noichi, macht seiner Empörung Luft: Die Leute müssen endlich begreifen, daß der Schmuggel von Tieren, entweder weil sie süß aussehen oder aber Geld bringen, das Ökosystem zerstört. ©
Text: www.canis.info
, 04.12.03; Q: Mainichi Shimbun,
http://mdn.mainichi.co.jp/news/200
, 18.11.03
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