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Orca "Free Willy" vor Norwegen gestorben Keiko
in aller Stille beigesetzt: Der Schwertwal aus Free Willy ohne
Medienrummel in Norwegen begraben Unbemerkt
von Medien und Öffentlichkeit ist der Schwertwal Keiko am Montag in
Norwegen beerdigt worden. Der Star der Filmserie Free Willy erhielt
seine letzte Ruhestätte auf einer Weide in der Nähe des Fjords, in dem
er seine letzten Lebensmonate verbrachte. Wir wollten ihn in Frieden
ruhen lassen, sagte Dane Richards, einer der Pfleger Keikos.
Er ist jetzt frei. Nach
Angaben von Richards hoben Bagger im Schutz der Dunkelheit des nordischen
Winters eine große Grube in der Nähe des Ufers für das sechs Tonnen
schwere Tier aus. Anschließend wurde Keiko einige Meter über den
Schnee in sein Grab geschoben. Eine
fast surreale Beerdigung Es
war schön. Er ging ruhig, schnell und friedlich in sein Grab, genau so,
wie er starb, sagte Richards. Nur sieben Menschen wohnten der
Beerdigung bei. Unmittelbar nachdem das Grab vollständig mit Erde bedeckt
gewesen sei, sei ein Unwetter aufgezogen. Das war fast surreal. Es
gab Hagel, Donner und Blitz. Bei Tagesanbruch am Montag war das
Grab mit Schnee bedeckt. Normalerweise
ordnen die norwegischen Behörden an, große Meeressäuger nach ihrem Tod
auf offene See hinauszuschleppen und dort zu versenken. Im Fall
Keiko machten sie eine Ausnahme. Der Schwertwal war am Freitag nach
etwa 26 Lebensjahren einer Lungenentzündung erlegen. Er hätte im
eisfreien Taknes-Fjord unweit der mittelnorwegischen Stadt Kristiansund
seinen zweiten Winter verbringen sollen. Titelstar
im Kinofilm Free Willy Der
Orca wurde 1979 im Alter von etwa zehn Jahren vor der isländischen Küste
gefangen und 1985 an einen Vergnügungspark in Mexiko-Stadt verkauft. 1992
machte ihn die Filmgesellschaft Warner Brothers zum Titelstar von Free
Willy der Geschichte eines schwierigen Jungen, der in dem Wal
seinen besten Freund findet und ihm zur Flucht ins offene Meer verhilft. 1996
wurde Keiko schließlich in ein besser ausgestattetes
Meeresaquarium im US-Staat Oregon verlegt. Von dort wurde er zwei
Jahre später nach Island gebracht, um auf ein neues Leben in Freiheit
vorbereitet zu werden. Im Juli 2002 wurde Keiko nach mehr als 20
Jahren in die Freiheit entlassen. Er schwamm von Island rund 1.400
Kilometer weit nach Osten und wurde Ende August 2002 erstmals nahe des
mittelnorwegischen Dorfes Halsa gesichtet. Q:
http://www.heute.t-online.de,
17.12.03
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