| Pferde
|
||||||||
|
Regierung Bush sagt Wildpferden den Kampf an Spanische Eroberer brachten sie in die neue Welt, Indianervölker nutzten sie als Reit- und Lasttiere, Cowboys zum Zusammentreiben ihrer riesigen Viehherden; der US-Kavallerie leisteten sie große Dienste bei der Eroberung der weiten Prärie. Die Rede ist von Amerikas Wildwest-Symbol schlechthin: den Wildpferden. Knappe 48.000 leben noch relativ frei in zehn Staaten der USA. Jetzt sagt ihnen der Cowboy im Präsidentenstuhl, George W. Bush, den Kampf an. Die Mustangs und Burros sollen in Nevada Platz machen für Rinderherden. Weltweiter Protest ist angesagt. Noch nie zuvor in der über zweihundertjährigen Geschichte der USA brachte es ein Präsident in so kurzer Zeit auf ein derart erschreckendes Umweltsündenregister wie George Bush, jr.. Gleich nach Amtsantritt im Januar 2001 erklärte er, die Nationalparkpläne seines Vorgängers Bill Clinton anzufechten. Vor allem in Alaska soll die Ölindustrie ungeachtet des ökologischen Risikos nach Öl bohren dürfen. Dann versuchte er den erlaubten Arsengehalt im Trinkwasser auf das Level von 1942 zu senken, was einem politischen Giftanschlag auf die eigene Bevölkerung gleichkam. Kurz darauf erklärte der Präsident die im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen seitens der USA für nichtig. Dann ließ sein Energieplan aufhorchen, der sowohl den Ausbau kalorischer wie atomarer Kraftwerke vorsieht. Als jüngster Anschlag auf den Umweltschutzgedanken dürfen die 30 Millionen Dollars gewertet werden, die George W. Bush dem Bureau of Land Management (BLM) zur Reduktion des Wildpferdbestandes zusicherte. Gut 50% des Wildpferdbestandes der Vereinigten Staaten lebt im westlich gelegenen Bundesstaat Nevada. 25.000 Tiere sollen es sein. Die genau Zahl weiß niemand. Spekulanten treiben die Größenangaben sogar auf einige Hunderttausend rauf, um von der Regierung mehr Geld zur Eindämmung dieser Gefahr für das Weideland zu ergaunern. George Bush leiht ihnen gerne sein Ohr, schmeichelte ihm doch Nevadas republikanischer Abgeordneter mit den Worten: Wir haben jetzt einen Präsidenten, der was vom Viehzüchten versteht. Die Rancherlobby möchte für ihren millionenhohen Viehbestand mehr Weidefläche. Ökologische Fakten bleiben da ungehört, wie etwa die, daß 25.000 Wildpferde weit weniger Schaden anrichten als eine Stampede von Rinderherden. Massentierhaltung bringt harte Dollars, unberührte Wildnis nicht.
Im vergangenen Jahr fing das BLM 7.000 Wildpferde ein, davon alleine 4.000 in Nevada. In den nächsten Jahren sollen weitere 12.000 Tiere ihr ungezügeltes Leben gegen Gefangenschaft tauschen. Ein gewisses Kontigent ist auch zum Abschuß freigegeben. Die gefangenen Mustangs sollen mittels Adoptionsprogrammen an Private vermittelt werden. Pferde, die keinen Abnehmer finden, bleiben auf einem weitläufigen Gehöft in Palomino Valley, nördlich der Stadt Reno. 2.000 Wildpferde leben schon dort, davon viele ältere Tiere. Für die frei umher laufenden Tiere wird Palomino Valley aber bald zu eng werden. Noch weniger glückliche Pferde finden Abnehmer bei Rodeo- und Pferdeshowbetreibern. Ungewiß ist auch das Schicksal der rund 5.000 Wildesel. CANIS ruft zur Unterstützung der amerikanischen Umwelt- und Pferdeschutzaktivisten auf. Das Deportationsprogramm der Wildpferde muß beendet werden!!! Proteste bitte an:
Protestvorlage in English: Dear Mr. President! (oder: Dear Mr. Abbey!) As
animal lovers we are shocked to hear that the American government supports
via its agency BLM the plan to remove thousands of wild horses from their
natural habitat in Nevada. As a matter of fact, these 25.000 horses do not
pose any threat to the pastures, nor do they have any negative
effect on the farm land. On the other hand, an increase in cattle would do
great damage to Nevadas environment. Therefore, we ask you to stop
programs which include the capturing, deportation or culling of these wild
horses. The mustang has always been a symbol of freedom and liberty a
symbol of America as such! Give it a chance to be so in the future. Sincerely, xxxxx
|
||||||||
| Zurück | ||||||||