| KLONIERUNG
|
||||||
|
Kommt
der Beutelwolf geklont wieder? Ein Klon ist einfach ausgedrückt ein Individuum, das identische Erbanlagen mit einem anderen Individuum aufweist. Aufgrund der Klonierungsexperimente der vergangenen Jahre haftet dem Begriff Klon etwas Technisches an, tatsächlich kommen Klone in der Natur aber weit häufiger vor, als wir gemeinhin annehmen. Kartoffeln, Erdbeeren, Blattläuse, Bienen- und Ameisenarten oder zahlreiche Echsenspezies vermehren sich durch Klonen sprich ohne sexuelle Fortpflanzung. 1997 gelang Ian Wilmut vom schottischen Roslin Institute der Durchbruch mit dem künstlichen, vom Menschen gewollten Klonen. Schaf Dolly wurde aus den Zellen dreier Mütter artifiziell ins Leben geholt. Sie sollte am Anfang einer langen Kette von Versuchen stehen, mit dem Ziel, Tiere dem selbsternannten Homo sapiens noch effizienter dienbar zu machen: sei es als lebende Apotheken oder als Organvorratslager. Chronik des Untergangs
eine Katze noch ein Wolf war, in weiten Teilen Tasmaniens, einer kleinen Insel südöstlich von Australien, beheimatet. Doch mit dem zunehmenden Eintreffen europäischer Kolonialisten ab dem 17.Jahrhundert nahm der Anfang vom Ende des wissenschaftlich als Thylacinus cynocephalus bezeichneten Tieres seinen Lauf. Der Spezies wurde gnadenlos nachgestellt; Kopfprämien ausbezahlt und mörderische Fallen ausgelegt. Der Beutelwolf war als Schafdieb verschrien und gehasst. Am 7. September 1936 verstarb das letzte belegte Exemplar dieser Art im Zoo von Hobart. 50 Jahre später wurde der Tasmanische Tiger offiziell für ausgestorben erklärt; obwohl es hin und wieder Gerüchte von Sichtungen wildlebender Individuen dieser Spezies gibt. Plan zur Auferstehung
entnommen. Die DNS-Fäden aus Herz, Leber Muskeln und Knochenmark seien so umfangreich, daß sehr wahrscheinlich das gesamte Genom des Thylacinus erhalten ist. Colgan zeigt sich sehr zuversichtlich, innerhalb weniger Jahre einen lebensfähigen Tasmanischen Tiger klonen zu können. Trügt diese Zuversicht? Fakt oder Fiktion Was wäre nun wissenschaftlich notwendig, um den Beutelwolf wiederauferstehen zu lassen? Zum einen müsste die DNS aus den Zellen des konservierten Welpen wirklich intakt, sprich vollständig sein. Anschließend müsste sie in eine künstliche Zellmembran überführt und dann in die Zelle eines anderen noch existierenden Tieres transferiert werden. Zuguterletzt muß die Zelle im Leib einer Leihmutter zu einem Embryo heranwachsen. Als Wirt käme der nächste lebende Verwandte, der sogenannte Beutelteufel in Frage. Bei vielen seriösen Wissenschaftern klingt bei diesem Vorhaben Skepsis an. Denn es ist sehr unwahrscheinlich, daß die Klonierung klappt, da anzunehmen ist, daß die DNS des toten Welpen nicht mehr intakt sei, da sobald ein Tier stirbt, Enzyme darangehen, die Zellen und damit die darin gespeicherte Erbinformation aufzulösen. Nicht nur, daß die Genabschnitte des in Alkohol eingelegten Thylacinus fragmentiert sein könnten, nein sie könnten auch lediglich eine kleine Portion des Genoms liefern. Der komplette Bauplan fehlt damit wahrscheinlich. Mag sein, daß dieses Artenschutzprojekt ein cleverer Werbegag von Museen, Universitäten und Biotechnologen ist, die Chance auf eine In-vitro- Rückkehr des Beutelwolfs bleibt dennoch vorhanden, denn bekanntlich leben Totgesagte länger. ©
Mag. Alexander Willer, CANIS Siehe auf unserer Homepage www.canis.info den ausführlichen Artikel über den Beutelwolf beim Button WILDCANIDEN -->Mythologie --> Kryptozoologie
|
||||||
|
|
||||||
| Zurück | ||||||