GENTECHNIK

 

Gentechniker planen  „Schaffung“ einzelligen Lebens

 

Hamilton Smith erhielt 1978 den Nobelpreis für Medizin, Craig Venter (Foto 1) gilt Leitfigur der modernen Biotechnologie und ist maßgeblich an der Entschlüsselung des menschlichen Genoms beteiligt gewesen. Nun haben sich die beiden Wissenschafter bei einem mit 3 Millionen $ vom US-Energieministerium geförderten Projekt zusammengetan, dessen Intention es ist, eine völlig neue Lebensform gentechnisch herzustellen. Offizieller Sinn ist die „Entwicklung neuer Energieformen“ bzw. das „Aufspüren biologischer Waffen“. Über das genau Wie dieser beiden Vorhaben lassen Smith und Venter die Öffentlichkeit vorerst im Unklaren. Seltsame Blüten der Anschläge des 11. Septembers oder echter wissenschaftlicher Fortschritt? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

Ausgangssubjekt der beiden Bioforscher ist der Organismus Mycoplasma genitalium, (Foto 2 zeigt seine Gensequenzen) der im menschlichen Genitalbereich aufzufinden ist und dort für schmerzhafte Entzündungen der Harnröhre sorgen kann. Aus der Zelle dieses Lebewesens wird das gesamte genetische Material entfernt und durch im Labor generierte Gen-Ketten ersetzt, die einem natürlichen Chromosom ähneln. Dabei soll die ausgehöhlte Zelle gerade nur mit so vielen synthetischen Genen bestückt werden, daß der Organismus gerade lebensfähig ist. In weiterer Folge hofft das Team Smith-Venter, daß die künstlich gefüllte Mycoplasma-Zelle sich zu teilen beginnt und so eine neuartige Zellkultur entsteht.

Wie Venter garantiert, wird der Designerorganismus genetisch so konzipiert sein, daß er weder Menschen infizieren kann, noch überlebensfähig wäre, sollte er auf irgend eine Art in das Ökosystem gelangen. Das erklärte der Genetiker am 21.11.2002 der „Washington Post“. Üblicherweise verraten Wissenschafter nicht im Voraus ihre Experimente. Craig Venter sah sich nach eigener Aussage zu diesem Schritt allerdings veranlasst, da er den Entscheidungsträgern klarmachen will, daß Terroristen ein großes Interesse an diesem biogenetischen Baukasten haben könnten, um neue B-Waffen zu produzieren. Was Venter unerwähnt ließ, ist die Tatsache, daß natürlich aus das US-Militär den Versuch mit Argusaugen verfolgt. Er könnte durchaus den Beginn einer neuen Reihe biologischer Kampfstoffe darstellen.

Text : A. Willer/CANIS

Q: http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/ap/20021121/ap_wo_en_po/sci_us_new_life_form_2

 

 

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