Gefährdete Arten

Von Vegetariern und Vampiren

Die Nahrungsgewohnheiten von Fleddertieren sind sehr unterschiedlich. Während etwa die "großen Brüder " der Fledermäuse, die Flughunde (Megachiroptera) Früchte verspeisen ( im engl. heißen sie daher fruit bats ), gibt es einige wenige Arten in Lateinamerika, die des Nächtens das Blut von Kühen oder anderen Huftieren lecken. Sie tun dies allerdings für das meist schlafende "Opfer" schmerzlos. Ein spezielles Enzym im Fledermausspeichel sorgt sogar dafür, daß die Wunde des "Blutspenders" schnell heilt. Trotz allem gingen diese relativ sanften Vampir-Fledermäuse in den Volksaberglauben als Chupacabras (Ziegensauger), schrecklich anzusehende Monstren, ein. Die Fledermausarten Österreichs bevorzugen überwiegend Insekten. In der Wahl der Insekten bestehen allerdings von Art zu Art Unterschiede, ebenso in Jagdmethoden und Jagdgebieten. Dies hat zum Vorteil, daß mehrere Arten im selben Biotop zusammenleben können.

  • Sommerquartiere

Die Sommerquartiere dienen den Fledermäusen als Tages- oder Paarungsunterkünfte bzw. als Wochenstuben zur Aufzucht der Jungen. Anhand der Wahl des Sommerquartiers unterscheidet man zwischen baum- und hausbewohnenden Arten.

  • Winterquartiere

Die heimischen Fledermäuse zeihen sich im Herbst in frostsichere Behausungen zurück. Artspezifisch können dies Fels- oder Baumhöhlen wie auch Weinkeller und aufgelassene Stollen sein. In den Monaten Oktober und November legen sie "Energiedepots" an, Fettschichten, die bis zu einem Drittel ihres Gesamtgewichtes ausmachen. Danach setzt die Winterruhe ein, während der sie mehrmals aufwachen, um zu urinieren oder einen wärmeren Platz einzunehmen. Die Schlafphasen halten durchschnittlich 30 Tage an.

Achtung : Fledermäuse reagieren auf künstliche Störungen wie Lärm, Anleuchten oder Berühren sehr empfindlich und wachen dadurch auf. Dies ist mit einem großen Energieverlust verbunden und führt nicht selten zum Tod der Tiere.

 

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