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DER FISCHOTTER ( Lutra lutra ) Verbreitungsgebiet : Europa, West- ,Mittel- ,Süd- ,Ost und Südostasien, in Nordwestafrika Gewicht : 5 - 12kg Körperlänge
mit Schwanz : 80 - 150 cm Fischotter sind die vollkommensten Schwimmer unter den Landraubtieren. Neben einer durchschnittlichen Tauchzeit von 20 - 60 Sekunden, verfügen sie auch über die beachtliche Leistung bis zu 12 Metern tief zu tauchen. Im Gegensatz zu Robben besitzen sie keine wärmende Fettschicht, somit bleiben sie auch außerhalb des Wassers beweglich und flink. Lediglich ihr dichtes Fell bewahrt sie vor dem Verlust der Körperwärme und ihr Pelz ist ein wahres Wunder der Natur. Jeweils 20 - 30 Haare wachsen aus einem Büschel und bilden in den Zwischenräumen eine Isolationsschicht, an der Haaroberfläche verbinden wiederum scharfe Schuppen die einzelnen Haare miteinander. Dieses perfekte Haarkleid, das innerhalb von 3 Minuten vollständig abtrocknen kann, macht es bei Jägern gleichermaßen begehrt. Von Jägern und Gejagten: Während die meisten Menschen von der Eleganz seiner Bewegungen und dem spielerischen Verhalten fasziniert sind, trachten die anderen ihm gnadenlos nach dem Leben. Fischer betrachten den Otter als Nahrungskonkurrenten, obwohl anhand von Magen- und Kotanalysen an erschlagenen Tieren bewiesen werden konnte, daß seine bevorzugte Beute aus wirtschaftlich uninteressanten Fischen besteht. Fallensteller begehren den Pelz der Otter, der in der Modewelt einen reißenden Absatz findet. Die Briten bejagen ihn traditionell "sportlich", indem sie eine Meute von Hunden auf das Tier hetzen, die es letztendlich zerreißt. Zunehmende Umweltverschmutzung leistet ihr Übriges, der Lebensraum verkleinert sich täglich. Die sinkende Wasserqualität hat zur Folge, daß Gifte im Körper der Beutetiere gelagert werden, die der Fischotter dann mit der Mahlzeit zu sich nimmt. Steckbrief des Fischotters: Die bevorzugten Lebensräume sind Wasserläufe, Teiche, Seen und Küsten. Je nach Biotopbeschaffenheit variiert seine Nahrung zwischen Krabben, Krebsen, Insekten, Würmern, Fischen, Lurchen, kleineren Wasservögeln und kleineren Säugetieren bis zur Größe eines Kaninchens. Die Geschlechtsreife setzt nach 18 - 24 Monaten ein, wobei ihre Reproduktionsrate mit 1 bis 4 Jungen recht gering ist. 15% der geborenen Jungen erreichen nur ein Alter von 3 - 4 Jahren. In der Regel markieren die Fischotter ein Revier in der Größe von 34 - 40 Kilometern, wovon der nachtaktive Jäger bei einem Jagdzug bis zu 30 Kilometern zurücklegen kann. Bedrohte Tierart: Wie Zuchtergebnisse in Gefangenschaft zeigen, können Fischotter 15 - 22 Jahre alt werden. In freier Wildbahn sind ihr geringer Fortpflanzungserfolg, die Vernichtung geeigneter Biotope, die Umweltverschmutzung sowie die direkte Bedrohung durch den Menschen die Hauptursache dafür, daß der Fischotter zu den vom Aussterben bedrohten Arten gehört. Die Ergebnisse aus zahlreichen europäischen Ländern zeigen, daß von den geborenen Ottern nur 58% ein Jahr alt werden, 33% zwei Jahre und 15% älter als zwei Jahre werden. |
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