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Yellowstone: Bisonzahl steigt trotz Brucellosis-Hysterie
Erfolgsstory
Wiederansiedelung
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts galt der Bison beinahe als ausgerottet. Von den einstigen Riesenherden, vor denen die Prärie erdonnerte, war ein trauriger Rest übriggeblieben. Massaker oft nur aus purer Jagdlust hatten die Wildrinder dahingerafft. Zur selben Zeit betrieb ein Mann mit dem Spitznamen "Buffalo Jones" Lobbying im U.S. Congress., um zumindest im Yellowstone National Park Bisonbestände wieder zu beleben. Er hatte Erfolg damit, trieb 25 Tiere zusammen und bildete mit ihnen den Grundstock einer neuen Population. Innerhalb von nur 30 Jahren wuchs die Anzahl auf 1.200 Bisons. Rick Wallen vom Yellowstone Bison and Ecology Center sagte gegenüber dem "Casper Star Tribune", ( www.casperstartribune.net , 8. Juli 2003) daß die Bisonpopulation des Yellowstone National Park* heuer ein Höchststand erreichen könnte. Das bisherige Rekordjahr war 1994 mit 4.002 Tieren. Laut Wallen wird dieser Stand voraussichtlich im Herbst übertroffen. 600 bis 700 Bisonkälber waren im Frühjahr 2003 geboren worden.Angst
vor Brucellosis Montanas
Rinderzüchter handeln nach der Politik, Bisons, die den Yellowstone
National Park verlassen, zu töten aus Angst, die Wildrinder könnten
die Brucellosis auf ihre Herden übertragen. Diese Krankheit führt bei
Rindern zu Totgeburten. Es besteht ein Gesetz des U.S. Congress, das die
Ausrottung der Epidemie verlangt. Yellowstone wird als letzte Brutstätte
der Brucellosis betrachtet. Dabei kam die Seuche Rick Wallen zufolge
höchstwahrscheinlich erst durch Hausrinder in den Park, die dafür
gehalten worden waren, um die Lodges mit Milch und Fleisch zu versorgen.
Die Rancher läßt diese Erkenntnis kalt; ihnen ist die Bisonpopulation
des Nationalparks ein Dorn im Auge, da sie ihre Rinder solange die
Seuche weiterbesteht auf Brucellosis testen und dagegen impfen müssen.
Populationsgrenze
3.000 Der
Bison-Management-Plan des Yellowstone National Park sieht vor, daß die
Bisonpopulation nicht 3.000 Tiere übersteigen darf. Tut sie es dennoch,
werden die Tiere auch ohne Brucellosis-Test getötet. Liegt die Zahl unter
diese Grenze, werden Bisons, die den Park verlassen, auf Brucellosis
getestet. Fällt der Test positiv aus, werden die Büffel geschlachtet. Fällt
er negativ aus, führt man die Tiere wieder in den Park zurück. Die
Parkrangers haben dieses Frühjahr 231 Bisons zur Schlachtung gebracht.
Beamte des Montana Department of Livestock (Montanas
"Rinderministerium") töteten weitere 12 Bisons. Sprecherin
Karen Cooper gab aber an ( www.casperstartribune.net
, 8. Juli 2003), daß auch 1.600
Büffel in den Nationalpark zurückgetrieben wurden. Zur Zeit tragt etwa
die Hälfte der getesteten Bisons Brucellosis-Antikörper in sich; wobei
bei der Hälfte davon, die Seuche wirklich ausbricht. * Der Yellowstone National Park im mittleren Nordwesten der USA erstreckt sich auf die drei Teilstaaten Wyoming, Idaho und Montana. Text: TRV CANIS, www.canis.info , 17. Juli 2003
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