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Antarktis: Ozonloch auf dem kleinsten Stand seit 1988 Washington Forscher der NASA sowie der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) teilten am Montag [30.9.02] der Öffentlichkeit ihre neuesten Erkenntnisse über das sogenannte Ozonloch über dem Südpol mit. Demnach betrug seine Ausdehnung im diesjährigen September 15,6 Mio km2 (im Vergleich dazu: 23,4 Mio km2 im September des Vorjahres)
Im Jahr 2000 maß die Fläche des Ozonlochs kurzfristig 30 Mio km2, ein Jahr darauf 26,5 Mio km2. Das Ausmaß von heuer ist das niedrigste seit 1988. NOAA-Wissenschafter Paul Newman führt dies auf ungewöhnlich warme Temperaturen am Rande des polaren Vortex (ein kreisförmiges Windsystem, das sich jährlich in der Stratosphäre über der Antarktis formt) zurück. Craig Long, NASA-Meteorologe, erklärt, das Ozonloch sei in diesem Jahr durch starke Windstörungen sogar in zwei Teile auseinandergerissen. Während Ozon in Bodennähe als Giftstoff eingestuft wird, ist es hoch oben in der Stratosphäre lebenswichtig für den Menschen, da es gefährliche Sonnenstrahlung abblockt, welche das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, drastisch erhöhen. Die Ausdünnung der Ozonschicht geschieht durch Aerosole und andere Chemikalien. Newman: Chlorine und Bromine haben einen Schlüsselfunktion in der Abnahme des Ozons. Im August und September ist es am Südpol am kältesten; dünne Wolken bilden sich, deren Partikel wiederum Chlorin- und Bromingasen bei der Zerstörung des Ozons helfen. Spätestens Anfang Oktober steigen die Temperaturen wieder an, die Ozonschicht kann sich regenerieren. Eine vor zwei Wochen in Australien veröffentlichte Studie sagt, daß das Level von Chemikalien auf Chlorin-Basis in der Atmosphäre fällt, und das Ozonloch daher in 50 Jahren geschlossen sein sollte. Bisher hat dieser Reparaturprozeß noch nicht eingesetzt. Paul Fraser, von der regierungssubventionierten CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization) glaubt aber, daß sich die Ozonschicht über dem Südpol innerhalb von fünf Jahren zu schließen beginnen wird. Q:
http://news.yahoo.com/fc?tmpl=fc&cid=34&in=science&cat=ozone_hole
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