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Die Ölpest vor Galapagos
Untergang der "Jessica"
Heizöl. Aufgrund des besonders sensiblen Ökosystems war der Einsatz ölbindender Chemikalien nicht möglich. Tonnen von kontaminiertem Schlick lagerten sich am Galapagos-Archipel ab. Tausende Möwen, Pelikane, Kormorane, Fische und andere Tiere starben durch das Öl. Vertreibung aus dem Paradies Die vulkanische Inselgruppe nahm aufgrund der großen Entfernung zum Kontinent in aller Abgeschiedenheit eine einzigartige Entwicklung. Viele Tierarten - wie den Darwinfinken oder Blaufußtölpel - gibt es nur hier. Die wenigen Exemplare letzterer Spezies mußten vor der Ölpest in entlegene Inselbereiche evakuiert, Meeresechsen, Schildkröten, Robben und Dutzende Vogelarten vom Schlick gesäubert werden. Gerade für viele Vögel heißt dies noch nicht Rettung, da mit dem Öl vielfach auch der schützende Fettfilm weggewaschen wird. Auch für die Riesenschildkröten, die an den Strand zur Eiablage kommen, werden Spätfolgen erwartet. Alles in allem, sind die langfristigen schädlichen Auswirkungen auf das vermeintliche Inselparadies, das seit 1934 unter Naturschutz steht, nicht abzusehen. Da nützt es wenig, daß gut 90 Prozent von Galapagos als Nationalpark deklariert sind. Die Gefahr droht vor allem durch die Schifffahrt, weswegen der WWF für die Gewässer rund um Galapagos schon lange eine Sperre fordert. Diese würde auf der Route nach Mittelamerika bzw. nach Australien zwar eine Verzögerung von zwei Tagen mit sich führen, dafür aber weitgehend das Ökosystem der Inselgruppe bewahren.
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