|
||||
|
Ölgigant Petrobras verursacht Naphtha-Unfall vor Paranagua
Ein Sprecher von Petrobras versuchte den Unfall zu bagatellisieren, in
dem er das sofortige Schließen des Lecks hervorhob. Die Versicherung
Lloyds gab aber an, fünf Millionen Liter Naphtha seien ins Meer
geflossen. Naphtha ist ein Erdölprodukt, das leichter als Benzin ist
und als Rohmaterial zur Herstellung von Plastik dient. Die
"Norma" hatte in insgesamt fünf "compartments" 22
Millionen Liter der Chemikalie geladen; einer dieser Tanks wurde beim
Aufprall stark beschädigt. Obwohl die Aufräumarbeiten sehr schnell
einsetzten - und Barrieren die Bucht von Paranagua schützen sollen, ist
der Erfolg unsicher. Naphtha hinterlässt im Unterschied zu Rohöl an
der Wasseroberfläche keine sichtbare Schlierschicht und ist daher
schwieriger zu verfolgen. Außerdem verdampft der Stoff sehr leicht und
ist feuergefährlich. Daher wurde das angrenzende Landgebiet in einem
Umkreis von drei Kilometern wegen Explosionsgefahr evakuiert. Tausende
Menschen verloren vorübergehend Heim und Arbeitsplatz; bei der sozialen
Situation in Brasilien eine Katastrophe. Von den verheerenden Einflüssen
auf das Ökosystem und den Abertausenden toten Meeres- und Küstenlebewesen
ganz zu schweigen.
|
||||