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Rasseportrait
Tornjak
Ursprung
der Rasse Auf
dem Gebiet Bosnien und der Herzegowina existierten bereits vor mehr als
1000 Jahren diese Hunde, die schon vor 9 Jahrhunderten als Canis
montanus Berghund registriert wurden Sicher
ist der Ursprung des Tornjaks
bei den Molossern zu suchen. Wahrscheinlich haben die Slawen ihn aus ihrer
Urheimat mitgebracht, deren Heimat (Kroatien) im früheren Persien zu
finden sein soll, jedenfalls wird dies von Bibelforschern und Ethnologen
so angenommen. Haltung
und Bedingungen, aber auch der ständige Druck durch Raubtiere formten das
Erscheinungsbild der Rasse. Die Aufgabe der Hunde war das Eigentum der
Menschen gegen jeden Feind zu schützen, wobei die Hunde dennoch nicht
aggressiv gegen Menschen sein durften. Erscheinungsbild
& Charakter Das
Erscheinungsbild des Tornjak zeigt einen starken Hirtenhund mit einem kräftigen
Körperbau und starken Knochen, die allerdings nicht grob und schwer sein
sollen. Ausgestattet mit einem langem Haarkleid, was sich bei Rüden am
Hals zu einer Art Mähne bilden soll,
sind sie in der Lage jeglicher Witterung zu trotzen. Ihr Wesen
zeigt sich ehr verschlossen als nervös, ehr gleichgültig als aggressiv.
Fremden Personen und Tieren gegenüber sind sie meist zurückhaltend, können
aber unter Umständen auch einen viel stärkeren Gegner angreifen. Den
vertrauten Personen gegenüber sind sie allerdings sehr emotional, wobei
sie Kinder über alles lieben. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine
gute Aufzucht und eine gute Sozialisation, kurz: ein verantwortungsvoller
Züchter und Halter. So aufgezogen, weisen sie auch in größeren
Hundegruppen lebend, ausgesprochen soziale Instinkte auf. Fremden gegenüber
sind sie zurückhaltend, aber nicht aggressiv. Die
gewünschte Größe bei Rüden soll etwa 70 bis 73 cm sein, Hündinnen
sind entsprechend kleiner.
Kopf Der
Kopf ist lupoid, keilförmig und länglich. Bei besonders üppig behaarten
Tieren wirkt er auf den ersten Blick klein. Die Kiefer sind kräftig und
lang mit einem vollständigen Scherengebiß. Der Nasenrücken ist gerade
mit einem sanften Stop. Der hintere Kopfteil ist länglich, aber nicht
schmal und er ist vom Stirnbogen bis zum Hinterhaupt gerade. Das
Hinterhauptbein ist nicht stark ausgeprägt aber bemerkbar. Die Augen sind
mandelförmig mit fest anliegenden Lidern. Hals Der
Hals ist lang, tief getragen und mit fester Muskulatur belegt. Er hat eine
sehr üppige lange Haarpracht, auch Mähne genannt. Rücken
Der
Rücken ist verhältnismäßig kurz, fest, mäßig breit und gerade. Kruppe Die
Kruppe ist von mittlerer Länge, nicht abfallend und die Rute ist
mittelhoch angesetzt. Rute Die
Rute ist ausgesprochen lang, kann säbelförmig, ringförmig oder hakenförmig
gebogen getragen werden. Im Ruhestand wird sie hängend getragen, aber bei
aufmerksamen oder erregten Hunden ist sie über dem Rückenniveau erhoben.
Ob
die Ansprüche der verschiedenen Länder innerhalb des ehemaligen
Jugoslawiens dazu beitragen die FCI Anerkennung zu förden, mag
dahingestellt sein. Wesentlich
wichtiger scheint aber die Frage zu sein, inwieweit diese Aufteilung auf
die verschiedenen Länder der Rasse dienlich ist. Dies wird sich im Laufe
der Zeit zeigen. ©
Ilona Hambitzer
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