Ein Bericht von Daniela und Karl Trautwein

Im Januar 2001 erhielten wir von einer befreundeten Tierschützerin die Information, daß ein schlimmes Tierheim in der Kreisstadt Mugla entdeckt worden wäre. Da wir bezüglich Ortaca ohnehin im Januar in die Türkei fliegen wollten, setzten wir einen Besuch in Mugla gleich mit auf unsere Reiseroute.

Am 30. Januar 2001 war es dann soweit. Wir kamen in Mugla an und der erste Eindruck erinnerte uns sehr stark an Ortaca im letzten Jahr. Es lagen in den gesamten Zwingerbereichen Knochen und Kot herum.

Die Tiere lagen auf nacktem Betonboden ohne auch nur den geringsten Schutz vor Kälte und Regen. Es gab keinen Zentimeter in den Zwingern, wo sich die Hunde hinlegen konnten, ohne sich in den eigenen Kot zu legen. Da Mugla zirka 1000 m höher liegt, als beispielsweise Fethiye und Ortaca, ist es dort weitaus kälter und vor allen Dingen windiger, worauf in keinster Weise eingegangen wurde. So wurde uns mitgeteilt, daß die Hunde morgens ganz eng beieinander oder sogar teil-

weise aufeinander liegen und mitunter völlig steif vor Kälte herumlaufen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, daß es sich bei dem Tiergefängnis Mugla um eine ehemalige Unterstellmöglichkeit für Schlachttiere handelt. In unmittelbarer Nähe befindet sich noch heute eine Schlachterei. So wird in Mugla das naheliegendste auch gleich in die Tat umgesetzt und die Tiere werden mit ungekochten Schlachtabfällen und Knochen gefüttert.

Wir fingen gleich mit den ersten Aufräumarbeiten an und versuchten vorab, die Zwinger möglichst sauber zu bekommen. Es wurde frisches Trinkwasser gereicht und es wurden alle Tiere auf Krankheiten untersucht.

 

Noch am gleichen Tag trafen wir uns mit zwei Veterinären sowie dem Amtsveterinär. Der Amtsveterinär persönlich erzählte, daß er in seiner Rentenzeit, die wohl kurz bevor steht, ein Tierheim vollständig aufbauen möchte - dies sogar schon immer sein Traum gewesen sei. Er war insofern begeistert, uns kennengelernt zu haben und war im übrigen ebenso der Meinung, daß nach den Kastrationen die Tiere wieder auf die Straße gesetzt werden müssen, um die Futter-

kosten so gering wie möglich halten zu können. Dieser Amtsveterinär versprach uns für unsere bisherigen Bemühungen, daß er sich umgehend darum kümmern würde, daß eine Mauer als Windschutz errichtet werden wird sowie Holzpaletten als Liegefläche gebracht werden sollten. Es würden auch jeden Tag die Gehege gereinigt werden.

Gleich am nächsten Tag führte uns unser Weg wiederum nach Mugla, um zu sehen, ob die diversen Versprechen auch eingehalten wurden und ein Beginn der Arbeiten bezüglich der Windschutzmauer zu verzeichnen ist. Natürlich war von etwaigen Arbeiten nicht das Geringste zu bemerken. Statt dessen sah das Tierheim schlimmer aus als am Vortrag. Die gelieferten Holzpaletten standen draußen vor den Gehegen und nützten den Hunden so nicht das Geringste. Wiederum war überall Kot verstreut und in den Trinkbehältern war nur das durch Regen aufgegangene Wasser zu verzeichnen. Es war alles total naß und dreckig.

Auch hier endete unser Aufenthalt in der Türkei, ohne daß wir größere Fortschritte bemerken konnten. Jedoch setzten wir von Deutschland aus alle Hebel in Bewegung, um in Mugla eine Verbesserung erzielen zu können. 

Mittlerweile schaltete sich auch eine andere ein, die Hilfe versprach, wenn der Bürgermeister seinerseits aus ebenso tätig würde.

 

Wenn Sie helfen möchten, wenden Sie sich bitte an Daniela und Karl Trautwein E-Mail : Elayda@t-online.de und besuchen Sie folgende Webseiten : http://www.vier-pfoetchen.de

Danke !

 

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