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Harvard University: Hunde interpretieren Gesten des Menschen Dr. Brian Hare, Anthropologe der Harvard University, kam zur Überzeugung, daß der Jahrtausende lange enge Kontakt mit dem Menschen die kognitiven Fähigkeiten des Hundes verändert habe. Demnach können Hunde menschliche Gesten und Signale weit besser deuten als ihre wilden Ahnen, die Wölfe, und auch besser als unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen. Dies gab Hare vergangene Woche in Seattle beim jährlichen Treffen der Amerikanischen Vereinigung für den Fortschritt der Wissenschaft bekannt.
Brian Hare führte mit den Hellströmhunden Tests durch in dem er zwei umgedrehte Schalen hernahm, unter eine gab er Futter, unter die andere nicht. Danach gestikulierte er in Richtung jener Schale, wo Nahrung darunter war. Nur wenige der Neuguineahunde schienen das Futtersignal richtig zu deuten und bewegten sich zur gefüllten Schale. Hingegen gingen fast alle Haushunderassen bei derselben Experimentanordnung zur Schale mit dem Futter. Daraus leitet der Anthropologe ab: Je ungebrochener der Kontakt zwischen Mensch und Hund über die Jahrhunderte, desto größer die Kapazität der Hunderasse, menschliche Gesten korrekt zu interpretieren. Vom Wolf konnte diese kognitive Fortentwicklung nicht stammen, denn Wölfe zeigen Hares Studien zufolge diec Anpassung nicht. Die zweite Möglichkeit, nämlich daß einzelne besonders intelligente Hunde diese Fähigkeit der Interpretation infolge der Aufzucht durch Menschenhand erlernen, widerlegte Hare ebenso. Denn auch Haushunde, die nicht vom Menschen großgezogen wurden, besitzen trotzdem die Fähigkeit, Gesten des Homo sapiens richtig zu deuten. Ergo muss diese Fähigkeit angeboren sein, entstanden und bedingt durch Evolution und Selektion. © www.canis.info , 25.02.04, nach: www.in-sourced.com/article/articleview/1358/1/1/
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