Den Hund am Kragen, die Katze am Kopf

Pelzhandel: Deklarationsschwindel mit Fantasienamen

Imagemäßig sind der Pelzindustrie und ihrer Klientel zwei Dinge ganz wichtig: den Schein des Tierschutzes zu wahren bzw. salonfähig zu wirken. Ergo ist es gerade im Billigsegment der Branche opportun, Bekleidung; Verbrämungen oder Accessoires mit Fantasiennamen zu deklarieren. Denn kaum jemand in Europa würde ohne schlechtes Gewissen Häute oder Felle von Hund und Katze am Kragen oder auf dem Kopf tragen. Das gilt auch für andere populäre Tierarten. Mit etwas Recherche ist es allerdings einfach, den Schwindel auffliegen zu lassen. Nachfolgende Tabelle gibt Auskunft, welche Tiere für modische Torheiten tatsächlich sterben mussten.

Tierart Fantasiename der Pelzbranche
Haushund Asiatischer Schakal/Wolf/Waschbär, Chinawolf, Dogue de Chine, Corsac Fox, Gaewolf, Goupee, Soba(s)ki, Mountain Goat, Sakon Makhon lamb, etc.
Hauskatze Genotte, Lipi, Goyangi, Maopee, Mountain Cat, Cypernkatze
Eichhörnchen Feh, Blacktail, Sobalsky, Telentka
Streifenhörnchen Baranduk, Burunduk
Hamster Zobelkanin
Kaninchen Chinchilette
Schneehase Foxaline
Biber Beaver Royal
Murmeltier Marmota
Bambusratte Zabul
Bisamratte Hudson Seal, River Mink, Mousk Rat
Marderhund Finn Raccoon, Seefuchs, Chinesischer/Japanischer/Russischer Waschbär
Waschbär Marmola, Marmotte, Raccoon

Bekanntlich hängen auch Lammfelle nicht wie das Goldene Vlies auf einem Baum, sondern werden meist auf grausame Weise „geerntet“:

Fell von frühgeborenen oder per Kaiserschnitt entnommenen Lämmern des Karakulschafes „Breitschwanz“
Fell von 2-5 Tage alten Karakullämmern „Persianer“
Fell von 1 Tag alten Lämmern des Karakulschafes „Swakara“

Während die Häute und Felle der Tiere aus Tabelle 1 zum Großteil aus China, Korea oder Russland stammen, konzentriert sich die Lammfellindustrie auf Zentralasien und Namibia.

CANIS appelliert eindringlich, keine Pelzprodukte zu kaufen. Jeder dafür ausgegebene Euro fördert millionenfaches Tierleid!

 

Text: www.canis.info , 16.01.06

 

 

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