Ein Aufruf an alle Freunde des Tierheims Olpe ! 02.05.2001 Kein Vertrag: Ordnungsämter nun für Fundtiere verantwortlich Tierschützer sagen Kreisverwaltung den Kampf an / Tierheim vor Aus Kreis Olpe. (mari) "Das ist die Olper Version von Robin Hood. Man will mit Spenden für Bedürftige den Kreishaushalt sanieren." Silke Groos, Geschäftsführerin des Tierschutzvereins (TSV) für den Kreis Olpe, ist stinksauer auf die Kreisverwaltung. Der seit 1991 bestehende Fundtiervertrag wurde von den Tierschützern für nichtig erklärt und ein neuer Vertrag bisher nicht geschlossen. Der TSV-Vorstand hat Fach- und Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen die Kreisverwaltung bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt. Jetzt sollen sich die sieben Kommunen um herrenlose Hunde und Katzen kümmern. Denn das Olper Tierheim steht vor dem Aus. 1991 sagte der Kreis einen jährlichen Zuschuss von bis zu 40 000 Mark zu. Als 1999 ein Gewinn von 15 000 Mark auflief, sollte damit eine neue Heizung gebaut werden. "Aber der Kreis wollte das Geld vom Zuschuss abziehen", berichtet Silke Groos. So kam es zur Überprüfung des Vertrags, bei der Dr. Küttner, Rechtsanwalt aus Düsseldorf einen Formmangel fand. Die Tierschützer erklärten den Vertrag am 1. Dezember für nichtig. Jüngstes Angebot des Kreisausschusses: ein Festzuschuss von 40 000 Mark. Die würden nur ein Vierteljahr reichen, sagt Silke Groos: "Wir benötigen 1,20 DM pro Einwohner im Kreis." (Kreis zählt 140 000 Einwohner). Bei Abschluss von Fundtierverträgen mit den Ordnungsämtern der Kommunen würde der Kreiszuschuss völlig entfallen. Die sieben Bürgermeister wollen das Thema in ihrer Konferenz am 8. Mai behandeln. Doch dem Tierheim geht finanziell die Luft aus: Deshalb werden ab 1. Mai keine Fundtiere mehr aufgenomen. Stattdessen sollen die Kommunen das Tier abholen und ordnungsgemäß unterbringen (die Tierschützer überprüfen das) oder einen Pflegevertrag mit dem Tierheim abschließen, nennt Angelika Bona, TSV-Vorsitzende, Alternativen. Pflege- bzw. Pensionstiere würden das Soll auf dem Konto senken. Kirchhundems Bürgermeister Elmar Greiten könnte für einen kurzen Zeitraum Fundtiere im Bauhof unterbringen. Die Stadt Attendorn hat "im Zuge der Landeshundeverordnung auf dem Bauhof Zwinger aufgestellt", erklärt Bürgermeister Alfons Stumpf, der genau wie Wendens Bürgermeister Peter Brüser ein einheitliches Konzept anstrebt. Olpes Bürgermeister Horst Müller würde eher Pflegeverträge abschließen und favorisiert ebenfalls ein einheitliches Konzept im Zuge der Kreisumlage. Landrat Frank Beckehoff, der bis 15. Mai bei der Bezirksregierung in Arnsberg Stellung nehmen soll, hofft auf eine vernünftige Lösung. "Wenn die 40 000 Mark nicht auskömmlich sein sollten, müsste das nachgewiesen werden. So etwas liegt uns bisher nicht vor." Silke Groos hält dagegen: "Ich habe dem Kreis Kosten von 25 000 Mark im ersten Vierteljahr 2001 und 122 000 Mark im Jahr 2000 nachgewiesen, obwohl ich dazu nicht verpflichtet bin. Sie sieht es nicht mehr ein, dass Gehälter, Telefon- und Spritkosten von Spenden der Bürger finanziert werden. Tierarzt- und Futterkosten seien drastisch gestiegen, Hunde müssten gechippt, Reparaturen vorgenommen werden. Überhaupt sei es ein Unding, dass der geringe Zuschuss zehn Jahre gleich bleibe und dass Spenden der Bürger für die Tiere in den Kreishaushalt flössen. Dass man der Tierheimleiterin nur ein Jahresgehalt von 31 000 Mark brutto und den Aushilfen 12 Mark pro Stunde zahlen kann, sei fast beschämend. Am 17. Juni ist im Tierheim ein Tag der offenen Tür geplant. "Hoffentlich gibt es bis dahin eine Lösung, sonst könnte es ein Abschiedsfest werden", betont Silke Gross und verweist auf den Konkurs des Tierheims Soest. Infos dazu auch im Internet: www.tierheim-olpe.de oder direkt: http://www.tierheim-olpe.de/thnews.htm#robin Quelle :http://www.westfalenpost.de/free/wp.lokales.set-000?region=Olpe Hier schon mal einige Fakten und Adressen: Wir bitten Sie nicht um Spenden - wir bitten Sie, Ihre Meinung zu äußern. Und die Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen. Ist Tierschutz für die Kommunen des Kreises Olpe ein gesellschaftliches Ziel und eine ethische Verpflichtung? Oder nur ein Kostenfaktor, der nach Möglichkeit auf Dritte abgewälzt wird? Wir brauchen Ihre Hilfe. Die Zukunft des Tierheims Olpe liegt in Ihren Händen. Falls Sie zu den Bürgern gehören, die in den letzten Jahren ein Fundtier bei uns abgegeben haben, und denen Herr Gregor Becker permanent Betrug unterstellt - dann wenden Sie Sich bitte direkt an ihn (Durchwahl: 02761 601225). Falls er nicht erreichbar ist, rufen Sie einfach seine Vorgesetzten an ( Kreisdirektor Theo Melcher, Landrat Frank Beckehoff 02761 810). Leserbriefe an:
(Bitte vollständige Adresse bei E-mails angeben, sonst können die Leserbriefe nicht veröffentlicht werden.) Hier sind Namen, Adressen und Telefonnummern der für die Fundtiere des Kreises Olpe Verantwortlichen. Es eilt bis zur Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz am 08.05.2001 - nutzen Sie bitte die Faxnummern.
Also einige Leserbriefe und Mails wären doch sicher angebracht
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