Veganismus

Die Kuh, das Kalb - die Milch für uns

Die Kuh

Das Leben einer Milchkuh beschränkt sich im Wesentlichen darauf, Kälber zu gebären und Milch zu produzieren. In der Regel bekommt die Kuh ihr erstes Kalb mit 2 Jahren, wobei die Befruchtung entweder durch Besamung oder Embryonentransfer erfolgt. Direkt nach der Geburt wird das Kalb von der Mutterkuh getrennt, und die Milch für den menschlichen Verzehr abgemolken, wobei die Milchleistung von der Rasse und der Fütterung abhängt. In der Regel liegt sie bei der zehnfachen Menge dessen, was das Kalb beim Saugen getrunken hätte. Wird die Kuh nach dem Kalben nicht adäquat ernährt, wandelt sie ihr körpereigenes Fett um, damit sie die Milchleistung halten kann. In diesem Fall spricht man von Ketosis. Übermäßige Fettmobilisierung führt in vielen Fällen zu einer Fettdegeneration in den Zellen der Leber. In Folge verliert die Kuh ihren Appetit und fühlt sich sicher elend. Der Kreis schließt sich mit der schnellstmöglichen Neubefruchtung, auf daß die Milchleistung nicht versiegt. Befruchtung - Geburt - Trennung von ihrem Kalb - aggressive Milchleistung und das alles überwiegend bei künstlichem Licht auf Spaltenboden. Nach ca. 10 Jahren hat die Milchkuh ihren Dauerstreß überstanden und tritt ihre letzte Reise gen Schlachthof an, wo sie von Menschen, deren Berufung das Töten von Tieren ist, erst "betäubt" und dann zerteilt wird. Die Milchkuh, die Kälber zur Welt brachte, Schmerz und Leid erfahren mußte, endet für den "Verbraucher" als simples Suppenfleisch in minderwertigen Supermärkten. Spätestens im Kühlregal erinnert nichts mehr an das Tier "Milchkuh".

Das Kalb

In der Natur verbleiben die Kälber ca. 6-12 Monate bei der Mutterkuh und werden in dieser Zeit von ihr gesäugt. In den "modernen" Produktionsanlagen hingegen werden sie nach wenigen Stunden von der Mutter getrennt und anschließend mit Gummizitzen oder speziellen Kälbereimern ernährt. Zu Beginn mit einer Mischung aus der Kuhmilch, die nach dem Abkalben noch dickflüssig und für den menschlichen "Gebrauch" nicht geeignet ist sowie einer Austauschmilch. Das Verhältnis wird schnell von 50:50 auf 100% Milchaustauscher umgestellt, da in diesem Fertigprodukt die nötigen Inhaltsstoffe für eine schnelle Gewichtszunahme  enthalten sind. Männliche Kälber werden früh dem Schlachter zugeführt, da sie sich nicht an der Milchproduktion beteiligen können, aber aus einer Milchkuhverpaarung stammen. Sie eignen sich demnach nicht zur Fleischmast. Weibliche Kälbchen treten das Erbe ihrer Mütter an und damit schließt sich erneut der Kreis.

Die Milch

Kuhmilch gehört den Kälbern - Muttermilch den Säuglingen. Entgegen allen Meinungen, daß Kuhmilch ein ein perfektes Nahrungsmittel sei, sprechen die vielen wissenschaftlichen Untersuchungen eine ganz andere Sprache. Allergien, Lactoseintoleranz, Herzkrankheiten, juvenile Diabetes, Schädigungen der Gelenke und Nieren, Arthritis, Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes sind schnell erwähnt. (Quelle der Studien : "Vegane Ernährung" von Dr. Gill Langley). 

Das Phänomen des Kalziummangels : Wie kommt es, daß trotz der großen Mengen an Kalzium in der Milch Kalziummangel auftritt? Neben Kalzium enthält die Milch große Mengen an Phosphaten und eine bestimmten Sorte Eiweiß - das Kasein-Eiweiß - welches für den Menschen artfremd ist. Im Magen kommt es mit der Magensäure zu chemischen Reaktionen, die 50% -70% des Kalziums so binden, daß es im Darm nicht aufgenommen wird.
Wegen des hohen Proteingehaltes in der Milch wird jedoch zusätzlich noch mehr Kalzium über den Urin ausgeschieden, als durch die Milch aufgenommen wird. Milcheiweiß enthält nämlich dreimal mehr schwefelhaltige Aminosäuren als pflanzliches Eiweiß; und diese führen zu einer Übersäuerung des Blutes. Damit das Blut nicht zu sauer wird, muß der Körper reagieren. Er löst aus den Knochen das basische Kalziumphosphat und neutralisiert damit die Säurebildung durch das Milcheiweiß. Das Endprodukt dieses Stoffwechselvorgangs wird über den Urin ausgeschieden. 

Lactose : Ist Milch gesund?
90% der Weltbevölkerung kann Milchzucker nach dem Säuglingsalter nicht mehr vollständig verwerten. In asiatischen Ländern z.B. fehlt den meisten Menschen das Enzym zur Spaltung des Milchzuckers. Daher findet man in diesen Regionen auch keine Milch oder Käseprodukte auf dem Speiseplan. In Mitteleuropa tritt bei ca. 10% - 20% der Durchschnittsbevölkerung eine Laktoseintoleranz auf.
Eine Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit, bei der ein Bestandteil der Milch, nämlich die Laktose (= Milchzucker), Unverträglichkeiten hervorruft. Der Schweregrad ist individuell sehr unterschiedlich. Er hängt u.a. davon ab, ob die Laktase völlig fehlt oder ob noch eine Restfunktion vorhanden ist.
Ursache für die Milchzuckerunverträglichkeit ist das Fehlen bzw. die unzureichende Produktion des Verdauungsenzyms Laktase. Dieses ist notwendig, um den Milchzucker zu spalten, damit er in seinen Einzelbestandteilen (Glucose + Galaktose) in das Blut aufgenommen werden kann.
Das Verdauungsenzym Laktase kommt in der Dünndarmschleimhaut vor.
Wird der Milchzucker nicht gespalten und gelangen größere Mengen in untere, mit Bakterien besiedelte Darmabschnitte, dient der Milchzucker den Bakterien als Substrat. Es entstehen große Mengen an Gasen und organischen Säuren. Diese bewirken ein Einströmen von Wasser in den Darm sowie vermehrte Darmbewegungen.

Daher nochmals die Frage: Ist Milch gesund???

Home

Zurück