Vegetarismus


 

Vorteile vegetarischer Ernährung bei Menschen

 

Gründe für eine vegetarische Ernährung:

Gesundheitliche Gründe

Jahrelang mußten wir uns von der Fleischindustrie irreführende Werbeslogans wie „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ anhören. Aber das genaue Gegenteil stimmt: Je mehr Fleisch ein Mensch isst, um so größer ist die Gefahr an Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Bluthochdruck), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Gicht, hohe Blutfettwerte) zu erkranken. Wissenschaftliche Studien haben eindeutig nachgewiesen, dass Vegetarier durchschnittlich die besseren medizinischen Gesundheitswerte aufweisen, weniger oft erkranken und länger leben als Fleischesser. Beispielhaft seien die wissenschaftlichen Studien zum Vegetarismus der Universität Gießen, des Krebsforschungszentrums Heidelberg, des Bundesgesundheitsamtes Berlin und die „Chinesen-Vegetarier-Studie“ als Gemeinschaftsprojekt der Cornell-Universität (USA), der Oxford-Universität (England) und zweier chinesischer Universitäten genannt. Für Mütter oder diejenigen, die es noch werden möchten: Eine Untersuchung brachte zutage, dass 97% der fleischessenden Frauen in ihrer Muttermilch erheblich erhöhte DDT-(Pestizid)Werte haben, obwohl schon seit Jahren ein Anwendungsverbot besteht. Bei den vegetarisch lebenden Müttern fanden sich nur in 8% der Fälle erhöhte Werte und bei den veganen Frauen lediglich in 1,1%.

Ethische Gründe

Wenn uns die eigene Gesundheit nicht genug Wert ist, auf Fleisch zu verzichten, so sollte doch wenigsten unser Gewissen Einhalt gebieten, wenn durch unseren Fleischkonsum nicht nur Tiere sondern auch Menschen in der Dritten Welt leiden und zu Tode kommen. Die Masttiere fressen ca. 50 % der Getreide-Welternte und über 90% aller angebauten Sojabohnen. So verwundert es nicht, dass aus Staaten der Dritten Welt Pflanzennahrung als Futter für die Massentierhaltung von den Industrienationen importiert wird, obwohl dort Erwachsene und Kinder an Hunger leiden und sterben. Sogar die ZDF-Sendung „Kennzeichen D“ berichtete vor ca. 2 Jahren über diesen Skandal. Jeder Fleischesser sollte sich vor Augen führen, dass er es ist, der für Massentierhaltung, Tiertransporte und das Töten junger gesunder Tiere bezahlt. Ohne die Bezahlung und Beauftragung durch den Fleischesser würde es zumindest diese Tierquälereien nicht geben.

Ist Bio-Fleisch eine Alternative?

Nein, denn auch diese Tiere werden mehr oder minder grausam in Schlachthöfen getötet. Ab und zu wird in Fernsehmagazinen und Zeitschriften darüber berichtet, dass abgesehen von den bekannten Grausamkeiten an den Schlachttieren (auf Video: Schlagen, Treten, in die Augen stechen, lebendig hinter Lastwagen herschleifen usw.) ca. 1/3 aller Rinder nicht richtig betäubt werden und bei vollem Bewußtsein zerschnitten werden: http://www.vgt.ch/news/010515.htm oder „Spiegel“ Nr. 42, 2001. Nicht viel besser ergeht es den Schweinen in den Schlachthöfen. Ein Teil wird ohne Betäubung lebendig ins kochende Brühbad gezogen, um deren Haare zu entfernen.

Fazit: Letztendlich muß jeder für sich alleine vor seinem Gewissen eine einfache ethische Abwägung treffen: Kann ein nur Minuten dauernder Gaumenkitzel durch Fleisch eine moralische Rechtfertigung für das lebenslange Leid und den Tod von Tieren sein?

Brecht schrieb: „Erst kommt das Fressen und dann die Moral.“ Und wie entscheiden Sie sich?

 

Dr. med. Ernst W. Henrich, Siegen

 

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