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Vegetarismus |
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Erwürgte Ente in Blutsauce - Bon Appetit!
Restaurant
serviert die millionste erwürgte Ente
Seit 1890 serviert das legendäre "Tour d'Argent" acht Wochen alte Jungenten, die in den Marschen von Challans, an der Westküste [Frankreichs], gezüchtet, nach uralter Tradition peinlich genau zubereitet und einzeln mit einer Nummernmarke, die als Souvenir gilt, serviert werden. 1910 aß der frühere US-Präsident Theodore Roosevelt Ente Nummer 33.642, etwa 45 Jahre später verschlang Charlie Chaplin Nummer 253.652. Berühmtheiten wie Elton John, Nicole Kidman oder der Fußballer Ronaldo testeten die Vögel in jüngerer Zeit. Am Dienstag wird "Tour d'Argent" einige der besten Weine entkorken und über der Kathedrale von Notre Dame Feuerwerke entzünden, welche die Gäste, die zur Verkostung der einmillionsten Caneton (= Jungente) ins Restaurant kommen, durchs Fenster sehen können. "Es ist ein richtiges Spektakel. Deshalb geht man hier her. Wenn vor den Tischen mit Notre Dame im Hintergrund alles vorbereitet wird, kommt es einer Miniatur-Theateraufführung gleich", schwärmt Restaurantkritiker Jean-Luc Petit-Renaud. "Eine Million Enten. Das ist wunderbar, wirklich bewegend", erzählte er der französischen TV-Station TF1 vor jenem Fest, das auserwählten 140 Verehrern guten Essens vorbehalten bleibt. Die Königin von England als sie noch Prinzessin war wie auch Japans Kaiser Hirohito probierten beide von der "Tour d'Argent"-Caneton, welche dafür berühmt ist, in einer berauschenden, mit einem Schuß Cognac versehenen Sauce und Blut serviert zu werden. Das Geheimnis liegt darin, sagen Fans, daß die Enten erwürgt werden, anstatt ihnen die Kehlen aufzuschneiden. Das soll das Fleisch kraftvoll halten. Ein ehemaliger Besitzer des 421-Jahre alten Restaurants hatte diese Methode vor über 100 Jahren entdeckt als er von einem Küchenchef nahe Rouen billig Enten kaufte, die am Weg zum Markt erstickt waren. Er kostete das Fleisch der verendeten Tiere und war begeistert. Im "Tour d'Argent" unserer Tage werden die Leichname frisch strangulierter Enten ausgepresst, um das Blut zu extrahieren, das vermischt mit Cognac und Portwein eine reiche, brutzelnde Sauce ergibt. "Wenn für den Küchenchef jedes Gericht ein Kunstwerk ist, dann ist für mich das hier eine Geschichte, die sich entfaltet; ein Gesicht, das sich selbst zeichnet; die Wiederkehr eines Glücksmoments", sagt Claude Terrail, ein heiterer 85-jähriger, der "La Tour d'Argent" von seinem Vater 1947 geerbt hat und es am Dienstag seinem 22-jährigen Sohn Andre übergeben wird. "Es gibt nichts Ernsthafteres als Lust", fügt er hinzu.
Dt. Übersetzung: TRV CANIS, 02.05.03 Q: http://story.news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/nm/20030430/od_nm/france_duck_dc_1
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