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Tierseuchen |
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Operation
Vegetarian Die britische Zeitung Sunday Herald ( http://www.sundayherald.com/19248 ) berichtete jüngst im Zuge der Reportagen über Anthrax-Anschläge von der sogenannten Operation Vegetarian aus der Zeit des II. Weltkrieges. Demnach gab die britische Führung damals den Auftrag, 5 Millionen Anthrax-Rinderkuchen (verseuchtes Gemenge aus Leinsamenöl) zu produzieren, mit dem Ziel, diese über Deutschland auszustreuen. Damit sollte zum einen die Fleisch- und Viehwirtschaft des Nazi-Regimes ausgelöscht, zum anderen eine Epidemie unter der Bevölkerung ausgelöst werden. In Anbetracht der Tatsache, daß Antibiotika zu jener Zeit keine frei zugänglichen Präparate waren, hätte das Anthrax-Bakterium Tausenden vielleicht sogar Millionen Zivilisten das Leben gekostet. Operation Vegetarian wurde auf der einsamen, menschenleeren schottischen Insel Gruinard an Schafen getestet (Erst 1990 war das Eiland durch Formaldehyd dekontaminiert worden zumindest nach offizieller Auffassung). Daß es nicht zum Anthrax-Angriff auf das Deutsche Reich kam, ist der geglückten Landung der Alliierten in der Normandie (Juni 1944) zu verdanken, die eine biologische Kriegführung nicht mehr notwendig gemacht hatte. Der wissenschaftliche Leiter von Operation Vegetarian war Dr. Paul Fildes, Direktor der Biologischen Abteilung in Porton Down (bei Salisbury, Wiltshire). Die Anthrax-Bakterien selbst wurden vom Landwirtschafts- und Fischereiministerium (sic!) in seinem Veterinärlabor in Surrey produziert. Der Abwurf hätte durch adaptierte Bomber der R.A.F. geschehen sollen, welche die Rinderkuchen in Holzbehältern rauslassen sollten. Vor allem die Regionen Oldenburg und Hannover standen am Plan. D-Day wäre der Sommer 1944 gewesen, als der Großteil der Rinder auf der Weide stand. Ende 1945 sollen die 5 Millionen Anthrax-Kuchen in einem Hochofen von Porton Down vernichtet worden sein. Anm. CANIS: Porton Down ist bis heute ein geheimnisumwitterter Hochsicherheits-Komplex der militärischen Forschung. Es besteht eine rege Zusammenarbeit mit Tierversuchslaboratorien, wie etwa dem berüchtigten HLS (Huntingdon Life Sciences) Mag. Alexander Willer/CANIS
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