Veganismus/Tierrechte

 

 

Spirulina: Eine Alge als Gesundheits-Allrounder

 

Vegane Ernährung ist nährstoffreich

VeganerInnen wird gerne nachgesagt, daß ihre Ernährung zu wenig ausgewogen, zu schwach an Proteinen bzw. im Allgemeinen zu nährstoffarm wäre. Vorurteile und Desinformationen, die leicht zu widerlegen sind, wie ein kurzer Klick und Blick auf die CANIS-Veganrezepte zeigt: www.canis.info/ernaehrung/rezepte.htm.

Geradezu ein Musterbeispiel eines hochwertigen Lebensmittels, das gänzlich ohne Tierausbeutung gewonnen wird, ist die Alge; und hier wiederum vor allem eine Art, die Spirulina (Spirulina platensis; Spirulina pacifica).

 

Eine Alge namens Spirulina

Spirulina ist eine blau-grüne Algenspezies, deren Name sich von ihrer spezifischen Spiralform ableitet. Im Unterschied zur Rotalge (Palmaria) gedeiht Spirulina nicht im salzigen Meer, sondern braucht Süßwasser, egal ob fließend oder stehend. Auch in Brackwasser siedelt sie problemlos, was ökologische und wirtschaftliche Vorteile bei ihrer Zucht bringt, da kein wertvolles Trinkwasser dafür verbraucht werden muß. Mit anderen Worten, Spirulinae sind sehr anspruchslose Lebewesen, die in nahezu jedem Süßwasser existieren können. Da sie am Ende der Nahrungskette stehen, sind sie reich an Nährstoffen und Energie. Auf einer Anbaufläche von einem Acker bringt Spirulina z.B. 20-mal mehr Eiweißertrag als die Sojabohne.  

 

 

Energiereservoir Spirulina

Spirulina ist ein wahres Energieschatzlager: sie besteht zu 70% aus Protein. Rindfleisch hat im Vergleich dazu im Schnitt einen Eiweißanteil von 22%. Wobei die Proteine der Spirulina zu 95% verdaubar sind, während der menschliche Körper bei der Aufspaltung von Fleisch oft Probleme hat. Rindfleisch läßt sich z.B. nur zu 20% verwerten. 

 

Nährstoffquelle Spirulina

Aminosäuren

Spirulina enthält alle acht essentiellen Aminosäuren plus weitere 10 von 12 nicht-essentiellen.

Fettsäure GLA

Gamma-Linolenic-Acid: Wichtig zur Herstellung von Prostaglandin, welches wiederum für Zellaufbau und Zellfunktion unerlässlich ist. GLA gilt zudem als "fat burner" für Menschen auf Diät. GLA stärkt das Herz.

Vitamine A, E

Vitamin A ist unersetzlich für gesunde Augen, Zähne, Haare, Nägel, Knochen, eine gesunde Haut sowie ein starkes Immunsystem. Vitamin E ist eine Bioressource für Eisen und schützt Zellen und Gefäßwände

Vitamin B 12

Für VeganerInnen besonders wichtig, da sie keine tierischen Produkte wie Eier, Milch oder Fleisch (besonders Innereien) konsumieren, die B 12 enthalten. Das Vitamin gewährleistet Gesundheit von roten Blutkörperchen und Nervenzellen. B 12 ist wichtig für den DNA-Aufbau.

Karotinoide

Sie gehören zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Bisher sind über 600 Karotinoide bekannt. In der Natur verleihen sie Karotten, Tomaten, Orangen u.a. die Farbe. Im menschlichen Körper agiert das Betakarotin als Antioxidantium, das Freie Radikale beseitigt und dadurch Krebs hemmend wirken kann.

Pigmentstoffe

Chlorophyll, Porphyrin bzw. Phycozyanin unterstützen die Leber beim Abbau von Giftstoffen, wie z.B. schädlichen Schwermetallen.

Mineralien

Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Selen, Zink

Verdauungsenzyme

unerlässlich für einen effizienten Metabolismus

Zucker

Da der Zuckeranteil der Alge (um die 10%) in Form von Rhamnose vorliegt (benötigt kein Insulin zum Stoffwechsel), ist Spirulina auch für Zuckerkranke geeignet.

Spirulina verfügt nur über 5% Fett sowie kein Cholesterol. 10 Gramm der Alge enthalten lediglich 36 Kalorien, was bei Diäten hilfreich ist.

 

Wo ist Spirulina erhältlich?

Die Alge ist dunkelgrüner Tabletten-, Kapsel- oder Pulverform in gut sortierten Reformhäusern oder Apotheken erhältlich. Für VeganerInnen wichtig: Vor dem Kauf erkundigen, ob das Produkt frei von Gelatine ist. 90 Stück kommen auf rund Euro 8,-. und decken den Bedarf für einen Monat. Spirulina ist geschmacksneutral bis leicht bitter. Als Dessert ungeeignet, als Nahrungsergänzungsmittel geradezu ideal!  

 

Webtipps: 

www.whyvitamins.com/vitamins/vitamin-b12-cobalamin.html

www.veganhealth.org/b12/cancer

 © Mag. Alexander Willer, www.canis.info, 13.08.03  

 

 

 

 

 

 

 

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