STOPP DEM WOLFSMASSAKER IN KANADA  

In der kanadischen Provinz Northwest Territories (NWT) fand in der ersten Hälfte des heurigen Jahres ein Massaker großen Ausmaßes statt, dem mindestens 500 Wölfe zum Opfer fielen. Die Tiere wurden per Schneemobil bis zur Erschöpfung gehetzt und dann erschossen. Den Grund für das Gemetzel lieferte wieder einmal die Pelzindustrie. Denn auf dem Modemarkt war die Nachfrage nach Wolfspelzen groß – und dementsprechend auch die Lust der Jäger auf schnellen Profit.

Scharfer Protest von Biologen

Zahlreiche kanadische Biologen kritisieren die Jagd aufs schärfste und sprachen von einem „lokalen Genozid“, der – so ferne er fortgesetzt wird -  für die Wolfspopulation in ganz Kanada verheerende Folgen haben könnte. Ludwig Carbyn, Beirat der internationalen Naturschutzunion IUCN, forderte dazu auf, gesetzliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen, da es in den NWT praktisch frei steht, eine unbegrenzte Anzahl von Wölfen zu erlegen. Paul Paquet, der in Alberta Studien an Wölfen leitet, bemängelte, daß es keine verläßlichen 

Daten über die tatsächliche Wolfsdichte in den NWT gäbe. Ein Abschuß so vieler Tiere könnte daher ein „Desaster“ für das Ökosystem mit sich ziehen. Als Beispiel dafür führte er die Überfischung der kanadischen Meeresgewässer an, die Arten wie den Kabeljau an den Rand der Ausrottung brachten.

Blutige Northwest Territories

Das Massaker wurde von nicht mehr als einem Dutzend indigener Jäger (vom Volk der Inuit) verübt. Von ihren Heimatorten im Norden der Provinz Saskatchewan charterten sie Flugzeuge, um in den NWT rund um Lake Rennie Jagd auf Wölfe zu machen. Nach Ende der Baumgrenze, genau dort, wo die Tundra einsetzt, wurden die Wölfe mittels Schneemobil bis zum Kollaps gehetzt und kalt abgeknallt.

Für ein Verbot der Jagd per Schneemobil

Eine diesbezügliche gesetzliche Regelung hätte für den Wolfsbestand in den Northwest Territories positive Auswirkungen. Vorbildwirkung soll hier das benachbarte Yukon Territory haben, wo diese Jagdform seit 1982 verboten ist und mit hohen Geldstrafen geahndet wird.

Internationale Unterschriftenaktion

Sofort nach Bekanntwerden des Massakers reichten wir beim kanadischen Konsul in Wien scharfen Protest ein und initiierten gemeinsam mit der in Alberta ansässigen Organisation Wolf Awareness, Inc. und der deutschen Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.  eine Unterschriftenaktion, die sowohl an die Provinzverwaltung der NWT als auch an die kanadische Bundesregierung appelliert, unverzüglich Schutzmaßnahmen für die Wölfe zu ergreifen.

Direkte Proteste bitte an

 

Kanadische Botschaft, Konsul Dr. Henry Kolatacz, Laurenzerberg 2, 1010 Wien

The Hon. Stephen Kakfwi, Minister of Wildlife, P.O.Box 1320, Yellowknife, NT,             X1A 2L9, Canada, Tel.: 001-403-669-2366, Fax: 001-403-873-0169,                           Mailto: stephen_kakfwi@gov.nt.ca                     

 

Home

Zurück