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Der Wolf von Graubünden Seit dem April 2001 streift ein Wolf durch den Süden des Schweizer Kantons Graubünden und hat bisher über 30 Schafe gerissen. Es ist anzunehmen, daß es sich bei dem Wildcaniden um dasselbe Tier handelt, das im Januar im Kanton Tessin umherzog, wo seit April der Viehriß abrupt aufhörte. Wie so oft beim Thema Wolf sind die Meinungen gespalten. Naturschützer begrüßen nach einer Abstinenz von über einem Jahrhundert die Rückkehr des Wolfes in die Eidgenossenschaft, Schafzüchter fordern hingegen den Abschuß.
Franken im Jahr kostet. Hauptziel dieses Konzeptes ist die Schadensverhütung, zu der Schafhirten, Hüte- und Herdenschutzhunde sowie recht wehrhafte Esel zum Einsatz gelangen. Gibt es dennoch Viehriß, kommt der jeweilige Kanton für 20% des Schadens auf, die restlichen 80% liegen beim Bund. Eingangs angeführter Wolf hält sich im Bergell - zwischen Malojapass und Castasegna - auf. DNS-Proben ergaben, daß es sich bei ihm um einen Italieneinwanderer handle. Für Graubünden stellt der Wolf ein Novum dar. In den vergangenen Jahren kam es vor allem im Kanton Wallis zu Wolfsaktivitäten. Die Jagd auf das letzte Schweizerische Wolfsrudels liegt weit zurück, nämlich im Jahre 1857 bei Misox. 1954 fiel eine grenzgängerische Wölfin auf der Alp Campascio dUr Kugeln zum Opfer. Der bisher letzte Abschuß geschah am 13. Dezember 1978 auf der Lenzerheide, wo ein 36 kg schwerer Rüde erlegt worden war. Der Wolf hatte angeblich zuvor in den Monaten Mai bis November 89 Schafe, 3 Ziegen und 5 wilde Huftiere gerissen. Wie auch immer, eine gewaltige öffentliche Hysterie begleitete damals den Wolf. Ähnliches soll heutzutage durch Aufklärung und Vorsorge verhindert werden.
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