DER SWIFTFUCHS (Vulpes velox)

 

Nach seinem kalifornischen Verwandten, dem Kitfuchs (Vulpes macrotis), ist der Swiftfuchs die zweitkleinste Fuchsart Nordamerikas. Seine Schulterhöhe beträgt um die 30cm, sein Gewicht gerade drei Kilogramm. Aufgrund seiner Spitzengeschwindigkeit bis zu 40 km/h bzw. seiner Zickzackfluchtrouten erhielt er den Namen „swift“ (= flink).

 

Nahrung:

Swiftfüchse sind vife Allesfresser. Ihre beliebteste Beute sind kleine Nager. In früheren Zeiten verwerteten sie hauptsächlich die Nahrungsreste von Kadavern, die Wolf oder Bär überließen.

Verbreitung und Status:

Noch im 19.Jahrhundert reichte das Vorkommen des Swiftfuchses von den Grasländern Kanadas (Manitoba, Saskatchewan, Alberta) über die Präriestaaten der USA bis nach Mexiko. Heute gilt der Swiftfuchs in 90% seiner ursprünglichen Habitate als gefährdet. 

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Die   intensive Fallenjagd der vergangenen Jahrzehnte, die eigentlich Rotfuchs, Dachs und Kojote galt.
  • Die Auslegung von Strychnin-versetzten Ködern für Wölfe, Kojoten und Adler, welche aber auch den Swiftfuchs dahinrafften.
  • Die  starke Dezimierung von Bär und Wolf, was zu einem Anstieg der Kojotenzahl führte. Der Kojote ist einer der Hauptfeinde des Swiftfuchses.
  • Die Zerstörung weiter Habitate durch Zersiedelung oder Umwandlung in Agrarland
Im Jahre 1978 wurde der Swiftfuchs in Kanada offiziell als „extinct“ (= ausgerottet) erklärt. Bereits sieben Jahre zuvor holten Miles und Beryl Smeeton aus den USA zwei Zuchtpärchen und begannen im Cochrane Wildlife Reserve, Provinz Alberta, mit einem Aufzuchtprogramm. Seit 1983 wurden über 800 Swiftfüchse wieder in die Wildnis entlassen (reintroduction); hauptsächlich entlang der Grenze zwischen Alberta und Saskatchewan Um 1991 waren davon nur mehr an die 250 am Leben. Durch harte Winter und einen starken Anstieg der Kojotenzahl dürfte die Population 1998 sogar auf 150 Individuen gefallen sein. Inzwischen scheint sich der kleine Bestand aber zumindest stabilisiert zu haben. Dennoch muß die Nachzucht in Gefangenschaft weitergeführt werden. Neben dem Cochrane Wildlife Reserve arbeiten auch der Wildlife Preservation Trust of Canada (WPTC) sowie die Swiftfox Conservation Society am Überleben der kleinen Fuchsspezies.

Kontakt und Spenden:

  • Cochrane  Wildlife Reserve, P.O.Box 484, Cochrane, Alberta T0L 0W1, Canada<
  • The Wildlife Trust, 61 Route 9W, Palisades, New York 10964-8000, USA
  • The Swift Fox Conservation Society, P.O.Box 46026, Calgary, Alberta T6G 5HT,  Canada; http://www.swiftfox.org

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