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31.
Juli Ignatius von Loyola und der Tag des Wolfes Geschichte steckt oft voller Widersprüche. So zum Beispiel was den Schutzheiligen der Wölfe betrifft. Dieser, Ignatius von Loyola, stammt ausgerechnet aus Spanien, einem Land, in dem Wölfe basierend auf religiösem Aberglauben Jahrhunderte lang als Verbündete des Teufels schlechthin verfolgt wurden und bis heute einen zweifelhaften Ruf genießen. Spanien war seit der Rechristianisierung und Vertreibung der muslimen Mauren im (11.-15.Jh.) ein Bollwerk des Katholizismus. In keinem Land war die Nähe zwischen Thron und Kreuz enger, der Gedanke vom katholischen Gottesstaat verwurzelter und die Inquisition erfolgreicher.
Dennoch wurde nicht Franziskus der Schutzpatron des Wolfes, sondern Ignatius von Loyola. Wer war dieser Mann? Seine Vita will es, daß er genau am 24. Dezember 1491 geboren wurde und zwar auf Schloss Loyola im baskischen Norden Spaniens. Der junge Adlige verbrachte seine frühen Jahre als Lebemann und Soldat, ehe 1521 im Kampf gegen die Franzosen eine steinerne Kanonenkugel sein Knie traf und Loyolas militärischer Laufbahn damit ein jähes Ende setzte. Auf dem Krankenbett las er religiöse Schriften. Nach seiner Genesung 1522 ging er ein Jahr ins Kloster von Montserrat. Dort weihte er seine Waffen der Jungfrau Maria und beschloss, ab nun Glaubensritter zu werden. 1523 pilgerte Ignatius als Bettler nach Jerusalem. Bis 1528 studierte er an verschiedenen Universitäten, darunter Barcelona und Paris. 1534 gründete er eine fromme Bruderschaft, was ihm eine kurze Kerkerhaft der Inquisition einbrachte, die ihm misstraute. 1537 erhielt er allen Widernissen zum Trotz die Priesterweihe und 1540 bestätigte Papst Paul III. Loyolas Gesellschaft Jesu besser bekannt als Jesuiten als katholischen Orden. Von nun an widmete sich der strenge Asket Ignatius mit Feuereifer der Gegenreformation. Am 31. Juli 1556 starb er in Rom. 1609 wurde er selig und 1622 heilig gesprochen.
Eine andere Interpretation leitet sich vom Baskischen loy ol a ab, was soviel wie Reichtum an Schlamm und Lehm bedeutet und ein Lob an den Fluss Urola ist, der neben der Stammburg der Familie fließt (siehe: http://loyola.jesuit.org.au/ifsc/glossary.html ) Da offensichtlich kein anderer Heiliger der römisch-katholischen Kirche einen engeren Bezug zum Wolf hatte, wurde Ignatius von Loyola zu dessen Schutzheiligen. Sein Todestag, der 31. Juli, gilt alljährlich als Tag des Wolfes. © Mag. Alexander Willer, www.canis.info, 01.08.03
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