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Der 13.Februar 2002 war für Schottlands Füchse ein Glückstag, für die Liebhaber der berittenen Jagd allerdings ein rabenschwarzer Moment. Mit 83 zu 36 Stimmen, bei 5 Enthaltungen, verabschiedete das schottische Parlament die Protection of Wild Mammals (Scotland) Bill. Damit sind die berittene Fuchsjagd, fox-baiting sowie das Hetzen von Hasen als kriminelles Vergehen anzusehen, das mit bis zu £ 5.000 oder sechs Monaten Zuchthaus geahndet wird.
auf den Punkt: Wir machen einen riesigen symbolischen Schritt, durch den Schottland der Welt sagt, daß es diese überholte und barbarische Sitte nicht länger duldet.
Andere Jagdbefürworter stimmen in den Choral ein:
Neben der Aufgabe ihres geliebten Lebensstils sehen die Pro-Jagd-Gruppen vor allem Arbeitsplätze gefährdet. Die zehn im Grenzgebiet zu England abgehaltenen Jagden sollen bis zu 3.000 Jobs gebracht haben. Quer durch das Vereinigte Königreich macht die Lobby der Fuchsjäger auf Stimmung. So auch David Thomas, Sprecher Welsh Packs. Sollte das Londoner Parlament in Westminster vorhaben, die schottische Gesetzesregelung auch auf Wales zu übertragen, wird es massiven Widerstand geben: Wir sind bereit, unseren Lebensstil zu verteidigen und notfalls dafür auch zu sterben. Und weiter: There will be rivers of blood in the countryside. Diese
Zusammenfassung von Stellungnahmen zeigt, wie gewaltbereit die Befürworter
der Jagd sind. Ein Faktum, das in Verdrehung der Tatsachen stets
Tierrechtlern vorgeworfen wird. In Ignoranz der schottischen Regelung wird
großbritannienweit zu Gesetzesbruch aufgerufen. Unbeeindruckt
vom Muskelspiel der Jägerlobby fordert der ehemalige britische
Sportminister Tony Adams, die Anti-Fuchsjagd Bill im ganzen U.K.
umzusetzen. Schließlich ergab eine Abstimmung im House of Commons zu
Westminster im Dezember 2000 das klare Votum von 375-158. Seither wurde
die Beschlussfassung aber im adeligen House of Lords verschleppt. Adams
zur Einführung des Fuchsjagdverbots: Die Glaubwürdigkeit der
Regierung hängt davon ab. Quelle: Frei nach Kirsty Scott in The Guardian, 14.2.2002
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