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EU
sagt Fuchsbandwurm den Kampf an
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Bislang gab es in der BRD etwa Hundert Todesfälle durch eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm (Echinococcus multicularis). Der Parasit vom Typus Hakenwurm setzt sich im Verdauungstrakt fest, von wo seine Larven in Leber, Lunge, Milz oder Nieren wandern und diese Organe sukzessive zerstören. Die Krankheit verläuft meist tödlich.
Eine der noch offenen Fragen ist beispielsweise, warum Echinococcus multicularis sich in den vergangenen Jahren in einigen Gebieten geradezu rasant ausgebreitet hat, während er in anderen nur mäßig oder gar nicht vorhanden ist. Italien, die britischen Inseln, Norwegen, Schweden oder Finnland gelten als frei von Fuchsbandwürmern. Offen bleibt nach Auskunft der Uni Ulm auch die Frage, wie genau die Infektion beim Menschen geschieht. Dabei sollen 120 Fuchsbandwurmpatienten interviewt werden (über ihre Verhaltensweisen, ob sie Haustiere haben oder häufig in der Natur sind, etc.?). Im urbanen Gebiet wird das Hauptaugenmerk auf "Stadtfüchse" sowie auf streunende Hunde und Katzen gelegt, im ländlichen Raum kommen entwurmende Schluckimpfungen ähnlich wie gegen Tollwut zum Einsatz. Bleibt zu hoffen, daß die Forscher bald fündig werden, um die Menschen von einer lästigen Geißel zu befreien, und die Füchse vor der verstärkten Hetzpropaganda vieler Grünröcke.
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