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DER FENNEK (Vulpes zerda) Lange Zeit galt der auch unter Wüstenfuchs bekannte kleinste Canide als eigene Gattung (Fennecus zerda). Mittlerweile ist es gängige Meinung der Zoologie, daß der Fennek ein Echter Fuchs und somit Mitglied der Gattung Vulpes wäre. Vorkommen: Der hoch angepaßte Fennek lebt praktisch in ganz Nordafrika, vom marokkanischen Atlasgebirge über die Sahara bis zur Sinaiwüste und von dort nach Asien hinein auf die arabische Halbinsel. Aussehen:
Fell des Fennek ist leicht, aber dicht. Das heißt, tagsüber adsorbiert es Wärme, während der kalten Nächten absorbiert es sie. So ist der kleine Fuchs an die extremen Temperaturschwankungen seines Lebensraumes perfekt angepaßt. Nahrung: Tagsüber hält der Fennek sich meist in selbstgegrabenen Sandhöhlen vor der drückenden Hitze versteckt. Des Nachts geht er alleine auf Jagd. Insekten, Skorpione, kleine Echsen oder Säuger stellen seine Beute dar. Ist vegetarische Nahrung vorhanden, nützt er sie, ebenso wie Wasservorkommen. Meist ist das kostbare Naß in der Wüste aber sehr spärlich zu finden, daher kommt er über Wochen nur mit der Flüssigkeit aus, die er seiner Beute entnimmt (eine Fähigkeit, die auch der amerikanische Kitfuchs beherrscht). Verhalten: Im Unterschied zum flexiblen Rotfuchs scheint das nocturne Verhalten des Fennek angeboren zu sein. Selbst wenn sie in gemäßigten Breiten gehalten werden, entwickeln sie ihre Aktivitäten nachtsüber. Wüstenfüchse jagen zwar einzeln, sind aber sehr soziale Tiere. Sie leben in Paaren oder Familien. Ist das Beuteangebot groß, leben mehrere Clans nebeneinander und teilen sogar ihre Höhlen. Ein Fennekpärchen bleibt oft ein Leben lang zusammen. Die Ranzzeit ist im Januar/Februar. Wie bei allen Füchsen beträgt die Tragzeit knapp über 50 Tage. Danach wirft die Fähe zwei bis vier Welpen, die bis zur zweiten Woche blind sind. Gesäugt werden die Kleinen zehn bis zwölf Wochen. Ab der fünften Woche verlassen sie erstmals ihre Wurfhöhle. Beide Elternteile, oft auch die Geschwister, beteiligen sich an der Aufzucht des Nachwuchses. Mit neun Monaten sind die Füchse voll ausgewachsen. Status: Da in der Wüste die Lebensbedingungen konstant bleiben, bewohnt der Fennek ein Habitat mit stabilem Ökosystem Dadurch ist er wenig flexibel auf Umweltänderungen, er ist nach Fachsprache ein K-Stratege, der z.B. auf verstärkte Bejagung nicht durch Erhöhung der Wurfzahl reagieren kann. Im Unterschied dazu ist sein Vetter, der Rotfuchs, ein R-Stratege, der die Zahl seiner Jungen auf das instabile Ökosystem oder andere negative Einflüsse abstimmen kann. Der hoch spezialisierte Fennek wird in vielen Teilen seines Lebensraumes grundlos gejagt (stellt er doch weder für Mensch noch Vieh eine Bedrohung dar), was ihn in vielen Gegenden zum seltenen Anblick machte.
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