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ebenfalls umstritten. Die gängige Theorie geht davon aus, daß der Dingo
vor etwa 5.000 Jahren durch asiatische Seefahrer auf den 5.Kontinent kam,
einige Forscher halten es aber auch für durchaus möglich, daß er schon
mit den Aborigines vor 30.000 40.000 Jahren Einzug in Down Under
hielt. Dingos sind also keine Wildhunde, sondern verwilderte Hunde, die in
einer Art Symbiose mit den eingeborenen Völkern lebten. Das älteste
bisher gefundene Dingo-Fossil Australiens ist 3.500 Jahre alt, der früheste
Knochenfund überhaupt sogar 5.500 Jahre (Ban Chiang, Thailand). Ausbreitung
in Australien: Lange bevor die ersten Europäer im 17.Jahrhundert ihren Fuß auf den Südkontinent setzten, streifte der Dingo auf leisen Sohlen durch den Outback (= australische Wildnis). Bis heute stellt er das größte Landraubtier des Kontinents dar. Da er nach Art der Hunde zweimal pro Jahr trächtig werden kann, verdrängten die Dingos bald den Australischen Beutelwolf (Thyalcinus cynocephalus), eine einheimische Art, die trotz ihrer großen äußeren Ähnlichkeit zu Caniden nicht mal der Ordnung der Carnivora angehörte, sondern zu den evolutionsgeschichtlich weit entfernten Marsupialia. Bei vielen Aborigines genoß der Dingo als Reinhalter der Lager oder lebendiger Bettwärmer für kalte Nächte hohes Ansehen. Bis heute überlebte die Redewendung : Three Dog Night, eine Nacht, die so kalt ist, daß man drei Hunde (Dingos) zum kuscheln braucht. Frühe asiatische Seefahrer brachten ihn auch nach Neu-Guinea, wo er den Papua als heilig gilt. Nach Tasmanien gelangte er allerdings nie. Heute findet man Dingos auch in Thailand, wo er als Delikatesse verzehrt wird. Jagdverhalten: Dingos jagen einzeln kleinere Beutetiere wie Echsen, Vögel oder die durch die Europäer eingeführten Kaninchen. Ist das Beuteangebot groß, schließen sie sich auch zu Rudeln zusammen und machen Jagd auf Känguruharten. Ebenfalls geschätzt ist das Schlagen von Schafen, die ja in riesigen Herden den Kontinent abgrasen. Dingos sind Hetzjäger. Beutereste, die überbleiben, werden oft für karge Zeiten vergraben. Dingos greifen den Menschen nicht an. Verhalten:
bisher der Ausrottung zu entgehen. Vor allem im entlegenen Outback hält er sich hartnäckig gegenüber Nachstellungen. Dennoch sieht auch die Zukunft des Dingos nicht rosig aus. Vor allem zwei Gründe gibt es dafür:
Der
Neu-Guinea-Dingo: Eine Unterart des australischen Dingos bildet seiner Verwandter auf Neu-Guinea. In den 50er-Jahren des 20.Jahrhunderts wurde ein Pärchen dieser Subspezies in den hochgelegenen Bergwäldern der Insel eingefangen und vom damaligen Gouverneur Hallstrom in den Zoo von Sydney überstellt. Daher heißt der Neu-Guinea-Dingo mit wissenschaftlichem Namen auch Canis lupus f. hallstromi. Diese Hallstrom-Hunde sind kleiner und kurzbeiniger als ihre australischen Artgenossen. Auch ihr Haarkleid ist etwas länger und an Unterwolle reicher. Der Rücken ist dunkler; nicht rötlich, sondern mehr ins Braun gehend. Pfoten und Schwanzspitze sind weiß, ebenso der charakteristische Brustfleck. Mit seiner buschigen, meist über den Rücken gerollten Rute erinnert der Hallstrom-Hund an Spitze. Der Neu-Guinea-Dingo ist bei den Papua wegen seiner Heulkonzerte als Singender Hund bekannt. Beim Volk der Dani besitzt jeder Mann mindestens einen gezähmten Hallstrom-Hund.
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