|
||||
AFRIKANISCHER WILDHUND: Teufelsspirale Allee-EffektDer
einst über die südlichen Teile des Kontinents weit verbreitete
Afrikanische Wildhund (Lycaon pictus) - auch Hyänenhund bezeichnet -
ist trotz scheinbar immer noch hoher Population auf Dauer gesehen
vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist der sogenannte Allee effect,
benannt nach dem US-amerikanischen Zoologen und Ökologen Warder Clyde
Allee, der 1931 in Animal Aggregations A Study in General Sociology
den nach ihm benannten Effekt formulierte. Dieser besagt verkürzt
dargestellt: Wenn die Geburtsrate einer unter einem bestimmten
Schwellenwert gesunkenen Populationsdichte kleiner ist als die Todesrate,
ist diese Population zum Aussterben verurteilt.
Nachwuchs nach Geschlechtern getrennt in Sechsergruppen abwandert, um neue Territorien zu erschließen und neue Familienverbände zu gründen. Ist die Rudelgröße einmal zu klein, das
heißt, hat sie einen bestimmten Schwellenwert unterschritten, verliert
die anstrengende Jagd an Qualität, ebenso die Verteidigung der Beute
gegen Löwen und Hyänen. Diese Mißerfolge führen zu einer weiteren
Verringerung der Rudelgrößen, was wiederum bedeutet, weniger Nachwuchs
und noch weniger Jagderfolg. Die Teufelsspirale dreht sich unaufhaltsam
bis zum Verschwinden der ganzen Art. Dies
erklärt in den letzten Jahren das Verschwinden des Afrikanischen
Wildhundes aus vielen seiner ursprünglichen Gebiete. Hinzu kommen noch Überjagung
und durch Haushunde übertragene Infektionskrankheiten. WISSENSCHAFT: Quelle: New Scientist, No. 2276, p.39 |
||||
| Zurück | ||||